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10. November 2010

Auch im Alter sitzt der flotte Wurf

Umkircher Judoclub feiert 30-jähriges Bestehen und würdigt seinen Altmeister Fredy Herz.

  1. Die Vorsitzende des Umkircher Judovereins, Caroline Lacord, überreicht Gründer Fredy Herz eine Bildcollage . Foto: christa rinklin

UMKIRCH. Ein großes Herz – oder besser gesagt: "der große Herz" – stand im Mittelpunkt der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Judo Sport Centrums Umkirch: Fredy Herz, Gründer und "Seele" des Vereins, erhielt eine Dankesbezeugung nach der anderen von seinen Judoka, Vertretern weiterer Vereine und der Gemeinde.

Der "alte Seebär", als den sich der gebürtige Danziger und langjährige Seemann selbst bezeichnet, war sichtlich gerührt vom Überraschungsständchen der jungen Judoka, die im Chor zur Melodie des Friesenliedes "Wo die Nordseewellen schlagen" sein ehrenamtliches Wirken in Umkirch besangen. Dass der 75-jährige Träger des schwarzen Gürtels nach wie vor fit ist, bewies er zusammen mit seinem Trainingspartner Philip Wedelich bei einer Kata-Vorführung, die verschiedene Judo-Techniken in kraftaufwendigem Zeitlupentempo beinhaltete.

Zahlreiche Wegbegleiter, Eltern, Schüler und das Vorstandsteam um Caroline Lacord dankten ihrem Vorbild Fredy Herz mit selbst gestalteten Bildcollagen und vor allem mit einem Modell der "Gorch Fock" für die in den drei Jahrzehnten geleistete Arbeit. Elke Soltau, die lange aktive Judoka war, schilderte, wie sie im Training mit Fredy Herz lernte, Ängste und Barrieren zu überwinden und im Judo eine Sportart entdeckte, die wie keine andere in jeglichen Dimensionen fit mache.

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In seinem Rückblick erinnerte Herz an die Stationen seines kampfsportlichen Werdegangs, der 1953 während seiner Ausbildung zum Bergmann begonnen hatte. An allen Orten, an denen er später wirkte, war es sein Bestreben, einen Judoverein zu gründen oder an der Gründung mitzuwirken. Schließlich schlug er in Umkirch seine Zelte auf, wo er in den vergangenen 30 Jahren über 900 Kinder und Erwachsene trainierte und 20 Jahre lang Vorsitzender war. In dieser Zeit konnte der Verein Erfolge von der Kreismeisterschaft bis zur Europameisterschaft aufweisen und einmal sogar den Deutschen Dan-Tag nach Umkirch holen, der sonst nur in Großstädten stattfindet.

Standen früher die Wettkämpfe im Vordergrund, habe sich der Schwerpunkt heute hin zum Freizeit-Judo gewandelt, bei dem es um die Freude an der Bewegung gehe. Stolz ist Fredy Herz, der heute "nur noch Schüler" ist, darauf, dass er in all den Jahren die Kinder und Jugendlichen nebenbei erzogen habe. "Disziplin ist das oberste Gebot," sagt der "Seebär".

Singend gratulierte Roswitha Blum zum Geburtstag, begleitet von Oktavia Röhl und den Mitgliedern des Akkordeonspielrings Umkirch/Gottenheim. Geburtstagsgrüße überbrachten auch Pierre Gallet, Trainer des Partnervereins in Bruges, Vereinssprecher Karl Leible und Bürgermeister Walter Laub, der einen Scheck über 1000 Euro für eine Trainingsmatte übergab. Für langjährige Vereinsarbeit wurden Annette Saffran (20 Jahre), Dietmar Meiser (25 Jahre) und Jürgen Streicher (30 Jahre) geehrt.

Autor: Christa Rinklin