Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
18. Februar 2012
Bushaltestelle bekommt Glas, aber am alten Platz
Keine Mehrheit um Umkircher Rat für Verlegung des Adler-Halts.
UMKIRCH. Zum zweiten Mal stand im Gemeinderat das Thema Bushaltestelle im Bereich Gutshof auf der Tagesordnung. Vor Weihnachten hatte sich der Rat nicht auf den Vorschlag des Planungsbüros Rosenstiel einigen können, die Haltestelle "Adler" um rund 40 Meter in den Bereich des Gutshofplatzes zu verschieben.
Von der Verschiebung verspricht sich Rosenstiel eine bessere Sozialkontrolle; das jetzige Wartehäuschen ist eine dunkle, überdachte Nische in einer Betonmauer. Im Zuge der Sanierung der Hauptstraße wird die Straße hier 6 Meter breit, die Bürgersteige werden breiter. Jörg Kandzia (CDU) hielt die Bushaltestelle an dieser Stelle für "Unsinn", sie verbaue den Blick. Auch Fraktionskollege Viktor Horn plädierte dafür, nur die bisherige Einbuchtung wegzunehmen. Carola Staffa (UBU) dagegen argumentierte, dass die offen und aus Glas gestaltete Bushaltestelle den Gutshofplatz belebe.
Rosenstiel legte für beide Varianten Pläne vor. Auch in dieser Sitzung blieben die Argumente die gleichen. Der Plan zur Verlegung sieht vor, an der Stelle der jetzigen Bushaltestelle Parkplätze einzurichten. Laut Volker Rosenstiel käme dabei wahrscheinlich ein Parkplatz mehr heraus als bei der anderen Variante. Wolfgang Risch (FWU) suchte anhand des Planes zu zeigen, dass bei der zweiten Variante – dem Verbleib der Bushaltestelle am alten Ort – sogar zwei Parkplätze dazu gewonnen werden können.
Werbung
Einen Nachteil sah Carola Staffa auch darin, dass Autos vor der Gutshofmauer parken und das Ambiente störten. Wenn dort aber die neue Bushaltestelle wäre, wäre die Sicht auf den Platz frei. Jörg Kandzia war der Meinung, eine Verlegung führe zu Verkehrsproblemen, worauf Bürgermeister Walter Laub erklärte, dass Experten die "Schleppkurve" an der Kreuzung berechnet hätten.
Tom Hirzle (SPD) wünschte sich generell eine frühere Beteiligung von Betroffenen, "wir wollen doch eine Optimierung für die, die dort leben." Claudia Weibel-Kaltwasser (UBU) fragte, ob überhaupt ein Wartehäuschen gebraucht werde. Bei Stimmengleichheit wurde schließlich der Vorschlag abgelehnt, den Bushalt an den Gutshofplatz zu verlegen. Das alte Wartehäuschen wird aber durch ein gläsernes ersetzt, der Bus soll auf der Straße halten.
Autor: Kati Wortelkamp
