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11. Oktober 2008
"Hilbi" mit dem gütigen Herzen
Viele Menschen feierten in Umkirch den 80. Geburtstag des katholischen Pfarrers Kurt Hilberer
UMKIRCH. (kiw). Am Donnerstag morgen fand in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Umkirch ein Dankgottesdienst anlässlich des 80. Geburtstages von Pfarrer Kurt Hilberer statt. Anschließend lud die Gemeinde in das Katholische Pfarrzentrum zum Weiterfeiern. Wie sehr der kleine Pfarrer den Menschen am Herzen liegt, zeigte das volle Gotteshaus und im Anschluss die vielen Gäste im Pfarrzentrum.
"Ich bin ziemlich überwältigt", sagte Kurt Hilberer strahlend angesichts der vielen Gratulanten und Geschenke, der Musik und der Reden. Seit fünf Jahren hilft der Geistliche Rat und Pfarrer im Ruhestand in der Seelsorgeeinheit Gottenheim mit, zu der auch die Gemeinden Umkirch, Eichstetten und Bötzingen gehören. Zu seinen vorrangigen Aufgaben gehören die Seelsorge im persönlichen Gespräch, die Seniorenbetreuung, Beerdigungen und der werktägliche Gottesdienst.
Kurt Hilberer war als frisch gebackener Priester Gründungspfarrer von der Kirchengemeinde St. Andreas in Freiburg-Weingarten, deren Kirche 1968/ 69 gebaut wurde. Bis 1986 war er dort tätig, wobei ihm die ökumenische Begegnung immer eine Herzensangelegenheit war. Eine Bürgerin aus Weingarten sagte sichtlich berührt,die Saat, die Pfarrer Hilberer gesät habe, blühe, gedeihe und trage immer noch Früchte in Weingarten.
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Er sei manche Umwege gegangen, hatte der passionierte Bergsteiger beim Gottesdienst gesagt. Heute sei er Gott dankbar für alle Menschen, die er ihm mit auf den Weg gegeben habe. Der Gottenheimer Pfarrer Artur Wagner bezeichnete Kurt Hilberer selbst als"Geschenk Gottes an uns". Er sei Jesus Christus in guten wie in schlechten Zeiten nachgefolgt und habe ein gütiges Herz. Die Ministranten nennen ihn"unseren Hilbi" und auch im Kirchenchor läuft er heimlich unter diesem Namen. Umkirchs Bürgermeister Walter Laub sagte, es sei "ein Segen und Glücksfall,dass Sie in unser Pfarrhaus eingezogen sind." Der evangelische Pfarrer Fritz Breisacher lobte die "aufrichtige Brüderlichkeit" des katholischen Priesters. Er überreichte ihm eine Karte für das Achtelfinalspiel des SC Freiburg, samt einem Gutschein für die Wurst danach.
Kurt Hilberer waren die vielen Lobreden ein wenig peinlich. "Wir sind alle ein Geschenk füreinander",versuchte er von sich abzulenken.
Autor: kiw
