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17. Januar 2012
"Ich hab’s immer gut vertragen!"
Umkirch ehrt Mehrfachblutspender / Dieter Schreiber spendete in 48 Jahren über 100 Mal Blut.
UMKIRCH. Im Rahmen des Neujahrsempfanges der Gemeinde zeichnete Umkirchs Bürgermeister Walter Laub auch fünf Blutspender aus. Unter ihnen war auch Dieter Schreiber, der für 100 Blutspenden geehrt wurde. Hierfür erhielt der rüstige 71-Jährige die Blutspenderehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz. Allein in Deutschland werden täglich rund 15 000 Blutkonserven benötigt, erinnerte der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Günther Bölter, als er in einer kurzen Ansprache die Leistung er Blutspender würdigte.
"Sie haben im wahrsten Sinne Blut gelassen zum Wohle der Menschen, deren Gesundheit und Leben davon abhing", hob Umkirchs Bürgermeister die Wichtigkeit des Blutspendens hervor. Für fünf Umkircher Bürger gab es in diesem Jahr DRK-Blutspenderehrennadeln. Für zehnmaliges Spenden wurden Kerstin Erb, Galina Opitz und Norbert Liebhardt ausgezeichnet. Die Ehrennadel mit der eingravierten 25 verdiente sich Robert Vonderstraß. Sage und schreibe 51,5 Liter Blut spendete Dieter Schreiber im Laufe seines Lebens – bei insgesamt 103 Blutspenden in über 48 Jahren. Neben Urkunde und goldener Ehrennadel wurde dieser besondere Einsatz mit der Anerkennung aller Anwesenden belohnt.
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"Mit 68 ist eigentlich Schluss", berichtet Schreiber über seine Blutspenderkarriere, die im Jahr 1963 begonnen hatte. "Damals bin ich mit den Kameraden von der Feuerwehr zum Blutspenden gegangen", erzählt Schreiber von seiner ersten Blutspendeaktion, "und danach ging es zur Stärkung in den Biergarten." Während Dieter Schreiber den Verlust eines halben Liters Blut immer gut vertragen hat, habe so mancher seiner Kameraden t Kreislaufprobleme bekommen. Und, so weiß Schreiber, in fast 50 Jahren hat sich der Durchmesser der Nadeln deutlich verringert. "Früher waren die fingerdick", flunkert der Mehrfachblutspender, um den Fortschritt zu veranschaulichen, der das Blutspenden zu einer sehr einfachen Sache mache, vor der niemand Angst haben müsse. Im Jahr 2011 schließlich, mit einer Sondererlaubnis, hat Dieter Schreiber mit 70 Jahren zum 103. und letzten Mal Blut gespendet.
"Sie sind Vorbild und Beispiel zugleich", charakterisierte Bürgermeister Walter Laub die Mehrfachblutspender. Eine Umschreibung, die auf Dieter Schreiber in ganz besonderem Maße zutrifft.
Autor: Julius Steckmeister
