"Ich war total überrascht und überwältigt"

Julius Wilhelm Steckmeister

Von Julius Wilhelm Steckmeister

Fr, 10. August 2018

Umkirch

DREI FRAGEN AN Roswitha Heitzler aus Umkirch, die das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommt.

UMKIRCH. Die langjährige Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Umkirch, Roswitha Heitzler, bekommt am Donnerstag das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die Auszeichnung wird ihr von Finanzministerin Edith Sitzmann in einer Feierstunde übergeben. Julius Steckmeister hat mit der Geehrten gesprochen.

BZ: Frau Heitzler, wann haben Sie erfahren, dass Sie für diese hohe Auszeichnung ausgewählt worden sind, und wo waren Sie gerade?
Heitzler: Von der Auszeichnung habe ich im Juni erfahren, als ich meine Enkelkinder in Frankfurt besucht habe. Durch ein Anruf vom Finanzministerium, das Sekretariat von Finanzministerin Edith Sitzmann. Der Brief von Ministerpräsident Winfried Kretschmann lag zu Hause im Briefkasten. Ich war total überrascht und überwältigt. In diesem Moment ging mir einiges durch den Kopf. Habe ich die Ehrung überhaupt verdient, ich bin doch noch nicht so alt und vieles mehr...
BZ: Wie lange sind Sie bereits im DRK-Ortsverein Umkirch, und was war über all die Jahre der größte Ansporn für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit?
Heitzler: Ich bin seit 1967 beim Roten Kreuz in Umkirch engagiert. Mein Vater war damals Vorsitzender, und er wollte, dass ich zum Roten Kreuz gehe und mein Bruder in die Feuerwehr. Eigentlich wurde mir das soziale Engagement in die Wiege gelegt, und die Erziehung hat auch dazu beigetragen. Wir waren im Aufbau unseres neu gegründeten Ortsvereins: Gründung des Jugendrotkreuzes und der Bereitschaft, neue Diensträume, Dienstauto, Sanitätsmaterial – und ich war immer vorne dabei. Mit hat es Spaß gemacht, Menschen zu begeistern und für die Rot-Kreuz-Arbeit zu gewinnen. Der Erfolg war immer wieder Ansporn für die ehrenamtliche Tätigkeit – und das über 50 Jahre hinweg.
BZ: Was überwiegt vor der Verleihung – Vorfreude oder Nervosität? Und werden Sie auch noch ein weniger formelles Fest nur für Ihre Mitstreiter beim DRK-Ortsverband ausrichten?
Heitzler: Bei der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes überwiegt sicher die Nervosität. Wann bekommt man schon von einer Ministerin eine solche Auszeichnung? Die Vorfreude ist ja seit dem 12. Juni da, aber richtig angekommen ist das Ganze bei mir noch nicht. Ich habe immer noch ein komisches Bauchgefühl. Nach der Übergabe lädt die Gemeinde Umkirch zu einem Empfang ein. Ich konnte dazu etliche DRK-Mitstreiter einladen, aber auch Bürgerinnen und Bürger, die mich bei den verschiedenen Aktivitäten hier in Umkirch ein halbes Jahrhundert begleitet und diese Auszeichnung mitverdient haben.

Roswitha Heitzler aus Umkirch ist 66 Jahre alt und Bankkauffrau im Ruhestand. Neben ihrer Tätigkeit im DRK-Ortsverein sitzt sie auch seit vielen Jahren als Gemeinderätin für die CDU im Umkircher Gemeinderat.