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15. März 2010
Umkircher Bürgermeisterwahl
KOMMENTAR: Gradmesser für Laub
Nun hat es Walter Laub also geschafft und von den Wählern unter den Umkircher Bürgern den Auftrag für eine zweite, achtjährige Amtszeit als Bürgermeister erhalten. Da er als einziger Kandidat auf dem Wahlzettel stand, war die Entscheidung beim ersten Wahlgang so sicher wie das Amen in der Kirche. Der von verschiedenen Seiten getätigte oder zumindest – darunter der SPD – beförderte Versuch, Bürger massenhaft zur Wahl sonstiger wählbarer Personen aufzurufen, um so einen zweiten Wahlgang zu erreichen, war natürlich zum Scheitern verurteilt. Sein einziger Effekt: Die Zahl der sonstigen Stimmen könnte als Gradmesser der Unzufriedenheit in Teilen der Umkircher Bevölkerung mit der Politik des Bürgermeisters und des Rathauses genommen warden. Doch auch umgekehrt wird ein Schuh daraus: Über 88 Prozent Zustimmung sind nämlich ein Gradmesser dafür, dass ein großer Teil der Bürger mit Walter Laubs Politik sehr wohl zufrieden ist.
Zwei Lehren sind aus der Wahl zu ziehen. Zum Einen, dass Kräfte, die andere Entscheidungen oder auch nur einen anderen Stil der Gemeindepolitik wollen, Farbe bekennen müssen, sprich auch mit Kandidaten zur Stelle sein müssen. Selbst wenn man damit gegen den Amtsinhaber keine reelle Siegchance gehabt hätte, so wären die eigenen Anliegen dennoch glaubwürdiger vertreten worden als durch Geplänkel wie Aufrufe zu sonstigen Stimmabgaben. Zum zweiten sollte der nun im Amt bestätigte Rathauschef nicht zögern, durch betont öffentliche Arbeit im Gemeinderat wie in der Bürgerinformation möglichst viele Umkircher zu erreichen. Das könnte auch manchen Vorhaltungen den Zahn ziehen.
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Autor: Manfred Frietsch
