Schokolade an Kuchen und Fingern

Karin Wortelkamp

Von Karin Wortelkamp

Do, 23. August 2018

Umkirch

Beim Sommerferienprogramm in Umkirch backen die Kinder Cake-Pops, Cupcakes und Waffeln .

UMKIRCH. "Wir backen süße Leckereien" – so lautete das Motto beim Sommerferienprogramm in Umkirch. Martina Hettich, eine der beiden Vorstandsfrauen vom Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes, hatte alle Hände voll zu tun, um mit sieben Mädchen fünf verschiedene Leckereien zu backen.

Schon beim Betreten des DRK-Gebäudes duftete es angenehm, was bei jeder Treppenstufe stärker wurde. Im Raum des DRK im Feuerwehrhaus am Gutshofplatz herrschte reges Treiben. Martina Hettich stand in der Küche, Simon Reuter und Hannah Heinz-Fischer vom Jugendzentrum halfen den Mädchen beim Bereitstellen der Verzierungen für die Cake-Pops mit Haselnüssen, die gleich aus dem Ofen kommen sollten.

Zuvor wurden Waffeln gemacht, deren Teig die Mädchen aus Eiern, Mehl, Zucker und Butter selbst gemacht und gebacken hatten. Sie waren bereits verspeist, bis auf ein einsames übrig gebliebenes Waffelherz. Auf dem Tisch lagen zudem bereits zahlreiche hübsche Fische aus Hefeteig, teilweise in so originellem Design, dass sie nicht als solche zu erkennen waren. Dann gab es noch Apfel-Streusel-Cupcakes und Buttermilch-Heidelbeer-Kuchen, die waren aber noch in der Produktion. Einige Mädchen rührten zusammen mit Martina Hettich den Teig, der sich zusehends bläulich färbte. Die neunjährige Ayleen liebt Blaubeeren. "Deshalb finde ich die Blaubeerkuchen heute am besten, obwohl sie noch nicht fertig sind", sagte sie.

Die achtjährige July fand dagegen "alles richtig gut" und Joline-Nouvel, 11 Jahre alt, bevorzugte die Cake-Pops am Stiel, die nun mit flüssiger Schokolade, bunten Streuseln und Mandelstückchen verziert wurden. Simon Reuter hatte eine Vorrichtung aus durchlöcherter Alufolie für die aufgespießten Pops gebastelt, so dass die Schokolade trocknen konnte. Die fertigen Pops legten die Mädchen stolz zu den anderen Kostbarkeiten in ihre mitgebrachten Dosen.

"Die drei angemeldeten Jungs sind nicht gekommen", sagte Martina Hettich, Mutter dreier Kinder, die dieses Angebot zum wiederholten Mal bestritt. "Vorletztes Jahr hatte ich aber sogar mehr Jungs als Mädchen." Am Tisch wurden derweil Reste von flüssiger Schokolade von den Fingern geschleckt – angesichts des fortgeschrittenen Nachmittags war der Appetit für Abendessen vermutlich an diesem Tag nicht mehr sehr groß.