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28. Dezember 2011

Umkirch erwartet magere Jahre

Abgaben steigen und Zuschüsse sinken / Umkirchs Bürgermeister Walter Laub präsentierte die Eckdaten des Haushaltsjahres 2012.

  1. Die Umkircher Schule soll zum Bildungshaus umgestaltet werden, was auch den Gemeindehaushalt 2012 beeinflusst. Foto: julius steckmeister

UMKIRCH. Die Rücklagen der Gemeinde Umkirch müssen in den nächsten Jahren angegangen werden und sind voraussichtlich im Jahre 2014 verbraucht. Schuld daran sind steigende Abgaben als Folgen der zuletzt hohen Gewerbesteuereinnahmen, die nun auf die Gemeindekasse zukommen. Das machte Bürgermeister Walter Laub bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs für 2012 im Gemeinderat deutlich.

Beschlossen wird der Haushalt 2012 erst in der Gemeinderatssitzung im Januar des neuen Jahres.

"Kein Grund zum Heulen und Zähneklappern", vertröstete Umkirchs Bürgermeister Walter Laub aber den Gemeinderat, bevor er die wichtigsten Eckdaten des Haushaltsjahres 2012 vorstellte. Allerdings machte er keinen Hehl daraus, dass auf die Gemeinde in den kommenden Jahren erhebliche Kosten zukommen. Allein die Abgaben belaufen sich für das nächste Jahr auf knapp 4, 6 Millionen Euro. Diese beträchtliche Summe setzt sich aus rund 630. 000 Euro Gewerbesteuerumlage, zirka 1,7 Millionen Euro für den Finanzausgleich und etwa 2,25 Millionen Euro Kreisumlage zusammen. Für den Verwaltungshaushalt wird von einem Minus von 1, 4 Millionen Euro ausgegangen. Auch den "Fahrplan der größeren Projekte" zählte Laub vor dem Ratsgremium auf. Während die Umgestaltung der Abschiedsräume, der Bau des Kirchweges und die Sanierung der Gutshofmauer sowie die Verlegung der neuen Umkircher Wasserleitung noch dem Haushalt 2011 zugerechnet werden, gehen Projekte wie das neue Bildungshaus und das Energiekonzept für den Komplex Hallenbad, Schule und Turn- und Festhalle zu Lasten des Vermögenshaushaltes 2012. Auch die Erschließung des Neubaugebietes "Kühneracker", die Sanierung der Hauptstraße und die Pläne für das Projekt "Umkirch-Ost" werden den Haushalt des kommenden Jahres belasten.

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Erfreuliches berichtete der Bürgermeister über die Arbeiten an der neuen Umkircher Wasserversorgung. Im August 2012 wird der neue Brunnen "Im Schorren" an das Wasserwerk im "Spitzenwäldele" angeschlossen. Dennoch sind auch im kommenden Jahr noch einige Arbeitsschritte zu leisten, damit die gemeindeeigene Wasserversorgung (WVU) künftig aus zwei Tiefbrunnen schöpfen kann.

"Die Rücklagen tendieren im Jahr 2014 gegen null", schloss Bürgermeister Walter Laub seine Ausführungen. Im Jahre 2012 wird der Rücklagentopf auf 430. 000 Euro schrumpfen. Im Folgejahr werden voraussichtlich nur noch 53. 000 Euro auf dem Guthabenkonto der Gemeinde verbleiben. Den Haushaltsentwurf 2012 bekam der Umkircher Gemeinderat als Lektüre mit in die Weihnachtspause.

Autor: Julius Steckmeister