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30. Dezember 2011

Unbürokratisch mehr Miteinander

Umkirch bekommt auf Antrag der CDU eine Bürgerstiftung.

UMKIRCH. Mit einer Enthaltung sprach sich der Umkircher Gemeinderat für die Gründung einer Bürgerstiftung aus. Die Idee zur Stiftungsgründung beruht auf einer Initiative der CDU-Fraktion im Umkircher Gemeinderat. Die Stiftungssatzung wird in den kommenden Monaten von der Gemeindeverwaltung ausgearbeitet.

Eine Gemeinschaftsstiftung von Umkircher Bürgern für Umkircher Bürger formulierte CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Kandzia den Leitgedanken der Stiftung, die unter dem Arbeitstitel "Bürgerstiftung Gemeinde Umkirch" von der CDU entwickelt und schließlich zur Abstimmung in den Gemeinderat eingebracht wurde. Auch ein Satzungsentwurf ist bereits ausgearbeitet worden, der durch die Gemeindeverwaltung bis spätestens Mitte nächsten Jahres juristisch wasserdicht ausformuliert werden soll.

Aus dem Satzungsentwurf trug Jörg Kandzia vor dem Ratsgremium die Ziele der Stiftung vor. Unter dem Motto "zeitnahe und unbürokratische Hilfe" sollen aus den Stiftungsmitteln hauptsächlich Erziehung und Bildung, Denkmal-, Umwelt- und Landschaftsschutz sowie Wohlfahrt und öffentliche Gesundheit gefördert werden. Weitere Schwerpunkte bilden Hilfestellungen für Kinder und ältere Mitbürger, die Verständigung unter den unterschiedlichen Kulturen und allgemein mildtätige Zwecke.

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"Immer mehr Menschen haben keine Nachkommen und fragen sich, wo sie Geld sinnvoll einsetzen oder vererben können", so Kandzia über die finanzielle Seite der Stiftungsidee. Über eine Stiftung können zukünftig Umkircher Bürger ihren Mitbürgern nun unmittelbar und ohne bürokratische Umwege helfen. Eine Möglichkeit die, hofft der CDU-Fraktionsvorsitzende, auch zur Verbesserung der Lebensgemeinschaft innerhalb der Gemeinde beiträgt. Allerdings wolle man, betonte Kandzia, die Arbeit der politischen Gemeinde auf diesem Gebiet nicht ersetzen, sondern unterstützen.

Tom Hirzle (SPD) wollte wissen, ob es in anderen Gemeinden bereits Erfahrungen mit derartigen Einrichtungen gäbe. Jörg Kandzia nannte beispielsweise Breitnau, Kirchzarten und Staufen, die schon seit einigen Jahren Bürgerstiftungen haben, die sich erfolgreich für die unterschiedlichsten Projekte einsetzen.

Nach dem Verabschieden der Stiftungssatzung Mitte kommenden Jahres wird ein Stiftungsrat gewählt, der die Spendengelder verwaltet und über die Vergabe der Mittel entscheidet. Fest steht, dass die Gelder ausschließlich Umkircher Bürgerinnen und Bürgern oder Institutionen zugute kommen.

Autor: Julius Steckmeister