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14. März 2010 21:33 Uhr
Urnengang
Walter Laub bleibt Bürgermeister
Walter Laub bleibt Bürgermeister von Umkirch. Der Jurist, 2002 erstmals zum Rathauschef gewählt, erhielt bei der Bürgermeisterwahl 88,21 Prozent der abgegeben 1527 gültigen Stimmen. Er war der einzige Kandidat.
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Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses: Ein erleichterter Walter Laub dankt in der Mehrzweckhalle den Bürgern für seine Wiederwahl. Foto: Manfred Frietsch
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Bei der Bekanntgabe des Ergebnisses: Walter und Yasmin Laub. Foto: Manfred Frietsch
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Das Ehepaar Laub im Gespräch mit Gemeinderat Walter Rafalski, dem früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat. Foto: Manfred Frietsch
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UMKIRCH. 1565 Umkircher Bürger waren zur Wahl gegangen, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 38,66 Prozent. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagte der 49-jährige Walter Laub, nachdem das Resultat in der Mehrzweckhalle von Wahlvorstand Hans-Jürgen Siebert verkündet worden war. "Die Wahlbeteiligung lag etwa in der Mitte dessen, was üblich ist, wenn nur der Amtsinhaber wieder kandidiert" sagte Laub. Auch mit dem Ergebnis von über 88 Prozent sei er sehr zufrieden, da er nach den verschiedenen Aufrufen in den Wochen vor der Wahl, sonstige Personen zu wählen, nicht habe einschätzen können, welches Echo das finde. "Ich bin froh, dass doch so viele Bürger meine Arbeit anerkannt haben und zur Wahl gegangen sind, das ist für mich Motivation, jetzt auf diesem Weg weiter zu machen" meinte Laub.
Knapp 11,8 Prozent der gültigen Stimmen, insgesamt 180, entfielen auf sonstige wählbare Personen, die aber nicht auf dem Stimmzettel aufgeführt waren, da Laub als einziger Bewerber angetreten war. 70 Wähler votierten für Gemeinderat Tom Hirzle, 32 für CDU-Gemeinderat Klaus Leible. Beide waren vor 8 Jahren bei der Bürgermeisterwahl angetreten, die Laub dann gewonnen hatte. Weiter gab es für den ebenso wie Hirzle parteilosen Gemeinderat in der SPD-Fraktion, Erhard Haas, 23 Stimmen. 11 Wähler votierten für UBU-Gemeinderätin Claudia Weibel-Kaltwasser. Weitere Stimmen gab es für insgesamt 33 Personen, darunter auch je eine für US-Präsident Barack Obama und US-Außenministerin Hillary Clinton. 38 Wähler gaben ungültige Stimmzettel ab.
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Für Laub stimmten mit 1347 Wähler fast exakt ein Drittel der wahlberechtigten 4048 Umkircher Bürger. Sie bereiteten dem verheirateten Vater von vier Kinder damit ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, feiert Laub doch in dieser Woche noch seinen 49. Geburtstag. Laub lebt mit seiner Frau Yasmin seit 1988 in Umkirch. Berufstätig als Rechtsanwalt in einer Freiburger Kanzlei tätig, wurde er bei den Kommunalwahlen 1999 auf der Liste der CDU in den Umkircher Gemeinderat gewählt. 2002 dann trat er als Kandidat zur Bürgermeisterwahl an. Schon im ersten Wahlgang lag er damals vor seinen drei Mitbewerbern und errang im zweiten Wahlgang sogar die absolute Mehrheit gegen den damals für ein dritte Amtszeit kandidierenden Bürgermeister Ulrich Greschkowitz (SPD) und den Vorsitzenden der Bürgerinitiative Pro B 31 West, den heutigen parteilosen Gemeinderat in der SPD-Fraktion, Tom Hirzle. Damals hatten 1228 von 3840 wahlberechtigten Umkirchern für Walter Laub als neuen Bürgermeister gestimmt. Laubs nunmehr zweite achtjährige Amtszeit wird am 8. Juni beginnen.
213 Wähler hatten die Möglichkeit der Briefwahl genutzt, wobei Laub hier einen Anteil von 81,6 Prozent der Stimmen erzielte. Unter den Urnenwählern war für ihn am höchsten die Zustimmung im Westen der Gemeinde (Wahlbezirk 1) und im Hochhausviertel wo er jeweils über 90 Prozent lag. Im Wahlbezirk 2, der auch die Wohnanlagen am Gutshof umfasst, in denen es Widerstände gegen die von Laub vorangetriebene Erneuerung der Gutshofscheunen gab, lag die Zustimmung mit gut 85 Prozent etwas niedriger. Hier war die Wahlbeteiligung, unter Einbezug der Briefwähler, mit fast 50 Prozent am höchsten, während sie im Hochhausviertel (Bezirk 3) unter einem Drittel lag.
Die Mehrzweckhalle war am Wahlabend gut zur Hälfte gefüllt, als die Ergebnisse bekannt gegeben wurden. Auch die Bürgermeister aus mehreren Nachbargemeinden von March bis Breisach waren gekommen, um ihrem wieder gewählten Amtskollegen zu gratulieren.
- Rückblick: Herausforderung ohne Herausforderer
- Interview: "Umkirch wird wieder positiv wahrgenommen"
Autor: Manfred Frietsch


