Zum Lesen in die Lounge

Julius Steckmeister

Von Julius Steckmeister

Fr, 13. Oktober 2017

Umkirch

Umkircher Gemeindebücherei technisch und optisch modernisiert / Bericht in Ratssitzung.

UMKIRCH. Im 21. Jahrhundert angekommen ist seit kurzem Umkirchs öffentliche Bücherei im Untergeschoss der Kindertagesstätte im Kinderbildungshaus "KiZ". So wurden nicht nur eine Bibliothekssoftware installiert und alle Medien eingepflegt, sondern auch zwei Nutzer-Arbeitsplätze mit Internetzugang sowie ein kostenfreier WLAN-Zugang eingerichtet. In einer Lesezone kann analog oder digital geschmökert werden. Dank des Beitritts zum Verbund Biene (Bibliothek für E-Medien im Netz) können künftig online digitale Medien heruntergeladen werden.

Was im Einzelnen angeschafft und verändert wurde, erläuterte Karin Rzepczyk, derzeit Praktikantin in der Umkircher Hauptverwaltung und Studentin an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, anhand einer Bildpräsentation auf der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Dank der Software könnten nicht nur alle Medien erfasst, sondern auch Statistiken erstellt sowie die Benutzerverwaltung papierfrei gestaltet werden. Mittels sogenanntem Online-Web-Opac können zudem sämtliche Medien der Bücherei vom heimischen Rechner aus gesucht, gefunden und zur Ausleihe vorgemerkt oder verlängert werden. Durch die Einführung der sogenannten Onleihe mit Anschluss an den Biene-Verbund besteht für Nutzer der Bücherei zusätzlich die Möglichkeit, Medien auch digital herunterzuladen.

Auch analoge Neuerungen konnte Karin Rzepczyk vermelden. Zunächst einmal war eifrig entrümpelt worden. Außerdem habe man zwei Sofas angeschafft, um so eine gemütlichere Atmosphäre zu schaffen und eine höhere Aufenthaltsqualität zu erzielen. Frischen Wind gibt es auch bei der Bewerbung der Gemeindebücherei mit Stofftaschen, Flyern und Plakaten. An die Bedürfnisse angepasst wurden zudem die Öffnungszeiten.

Auch aufgrund des erweiterten Angebotes sei eine Änderung der Benutzungs- und Gebührenordnung erforderlich, erläuterte die Verwaltungspraktikantin weiter. Wesentliche Änderungen sind die zwei Euro Mehrkosten für die Familienkarte. Diese hatte bislang – wie der Einzelausweis – zehn Euro gekostet. Neu sind die Gebühr von drei Euro, die anfällt, falls der Barcode auf dem entliehenen Medium beschädigt wird, sowie eine zusätzliche Verwaltungspauschale von fünf Euro bei Verlust eines Mediums. Eingeführt werden müssen zudem Haftungsausschlüsse der Gemeinde beispielsweise hinsichtlich der Internetnutzung.

Gegen die Stimme von Klaus Leible (FWU) sprach sich das Ratsgremium für die Neufassung der Satzung aus.