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09. Januar 2012
Zum Umzugsgut gehörte auch die Kirchenkrippe
WEIHNACHTSZEIT-KRIPPENZEIT: Die Hugstetter Kirchenkrippe.
BREISGAU. Egal wie unterschiedlich sie auch sind – Jesuskind, Maria, Josef, Ochs und Esel gehören zu jeder Krippe. In der Serie "Weihnachtszeit – Krippenzeit" stellt die Breisgau-Redaktion Krippen in Kirchen im Freiburger Umland vor sowie Leute, die Krippen selbst bauen. Heute: die Krippe in der katholischen Kirche St. Gallus in March-Hugstetten.
Seit rund 30 Jahren kümmert sich Christel Klöpfer um den Aufbau der Weihnachtskrippe in der katholischen Kirche in Hugstetten. Ihr zur Seite stand von Anfang an Helga Friedrich. "Die dritte im Bunde war Gertrud Gantner, die auch den Messnerdienst versah. Sie ist leider verstorben", sagt Christel Klöpfer. Die neue Messnerin Ilonka Fischer hat ihre Stelle eingenommen und wird ab nächstem Jahr mit einem anderen Team die Krippe aufbauen.Christel Klöpfer und Helga Friedrich wollen diese Aufgabe, die sie so lange übernommen haben, dann abgeben. Sie hatten schon in der "Alten Gallus-Kirche" gemeinsam die Krippe aufgestellt. Nun ist die kleine Kirche aus dem 18. Jahrhundert an die evangelische Gemeinde abgetreten worden, denn die katholische Gemeinde bezog 1965 das neue, größere Gotteshaus an der Straße nach Buchheim. Neben dem alten Ausstattungsgut zog damals auch die schöne Krippe mit in die neue Kirche um.
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Auch Pfarrer Thomas Schwarz schaute am Krippenaufbautag in der Kirche vorbei. Es war der Donnerstag vor Heiligabend, an dem sich die Frauen zum Aufbau verabredet haben. Eile war geboten, denn am Abend um 19 Uhr war ein Gottesdienst angesetzt. Die Krippenfiguren lagen aufgereiht auf den vorderen Kirchenbänken. Die große Tischplatte mit dem Moos war bereits aufgestellt. Kisten mit Wurzeln und Zapfen und allerlei anderem Dekomaterial standen bereit.
"Niemand weiß, wie alt die Krippe ist", sagt Christel Klöpfer. "Das sind wahrscheinlich Grödner-Figuren aus Oberammergau", meint Pfarrer Schwarz. Der frühere Pfarrer Vogt, der 13 Jahre in Hugstetten wirkte, fand die Krippe schon vor. Er vermutet, dass entweder Pfarrer Kirn, der von 1958 bis 1964 in Hugstetten Pfarrer war und heute 85-jährig in der Pfalz lebt, oder der frühere Rektor Ibach die Krippe angeschafft haben.
Die Krippenfiguren sind aus Holz gefertigt, etwa 25 bis 30 Zentimeter groß, bemalt und haben sehr feine, ausdrucksstarke Gesichter. Insgesamt gibt es drei Hirten, Ochs, Esel, die Heilige Familie, einen Engel und einige ältere Schafe aus Gips, die zwar nicht ganz dazu passen, aber ebenfalls dabei sein dürfen. Die drei Könige, ein Kamel und einen Kameltreiber stellte Christel Klöpfer jetzt am Dreikönigstag dazu.
Das Moos sammelten die Frauen nicht selbst. "Das macht immer Rudi Friedrich", sagen sie. In diesem Jahr steht erstmals kein Tannenbaum bei der Krippe. Helga Friedrich arrangierte einen großen Farn in die hintere rechte Ecke der Platte. Der Grundaufbau ist nun fertig und die Figuren können aufgestellt werden. So kann sich die katholische Gemeinde in Hugstetten wieder an ihrer schöne Krippe erfreuen.
Autor: Kati Wortelkamp


