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25. November 2009

Zwei BSB-Züge blieben auf der Strecke

Zugausfälle im Berufsverkehr.

GOTTENHEIM (fri). Drangvolle Enge herrschte am gestrigen Dienstagvormittag in den Zügen der Breisgau-S-Bahn (BSB) zwischen Breisach und Freiburg und zeitweise auch im Elztal. Der Grund: Elektronische Defekte legten ausgerechnet die beiden Züge, die in der Hauptlastzeit nach Freiburg fahren, lahm. Dadurch mussten Fahrgäste auf einen späteren Zug sowie auf kürzere Züge ausweichen.

Diese "unglückliche Verkettung zweier Störungen" wie es der technische Betriebsleiter der BSB, Ekkehard Duwe gestern nannte, nahm ihren Anfang in Endingen. Dort kam der vierteilige Zug, der um 6.24 Uhr zur Fahrt über Gottenheim nach Freiburg starten sollte, gar nicht aus dem Depot heraus. Da dieser aus einem BSB-Wagen und drei gemieteten SWEG-Wägen bestehende Zug von Freiburg nach Elzach weiterfahren sollte, kam es auch auf der Elztalstrecke zu einem Zugausfall. In Waldkirch konnte die BSB aber eine dort stehende Zugeinheit nach Elzach und zur Rückfahrt nach Freiburg und im folgenden Pendelverkehr im Elztal einsetzen.

Die Fahrgäste an den Haltepunkten der Kaiserstuhlbahn zwischen Endingen und Gottenheim mussten auf den nächsten Zug warten, nur um sich dann in Gottenheim verwundert die Augen zu reiben: Dort erwartete sie nur noch je ein aus kümmerlichen zwei Wagen bestehendes Zugangebot nach Breisach und nach Freiburg. Denn zuvor war der um 6.48 Uhr in Breisach gestartete fünfteilige BSB-Zug zwischen den Haltestellen Freiburg-Messe und Freiburg-Klinikum liegen geblieben. Dem Fahrer gelang es noch, diesen übervollen Zug – er weist die höchste Fahrgastzahl aller täglichen Züge zwischen Breisach und Freiburg auf – im Notfahrbetrieb bis zum Hauptbahnhof weiter zu fahren, wo er verspätet ankam. Danach musste der Zug ins Wagendepot hinter dem Hauptbahnhof gefahren waren, um dort der Störung auf den Grund zu gehen.

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Zwischen Breisach und Freiburg pendelten nur zwei Wagenpaare

Da der fünfteilige Zug für die Rückfahrt nach Breisach fehlte, stand nur noch ein vierteiliger Zug zwischen Breisach und Freiburg zur Verfügung. Um dennoch den Halbstundentakt in beide Richtungen anzubieten, wurde dieser Zug im Kreuzungsbahnhof Gottenheim geteilt, erklärte Duwe. Damit fuhr in der Folge in beiden Richtungen jeweils nur ein aus zwei Wägen bestehendes Zuggespann. Diese waren natürlich heillos überfüllt.

Man habe vergeblich versucht, noch Busse von Busunternehmen zu bestellen, um einen Entlastungsverkehr anbieten zu können, erklärte Duwe. Doch am frühen Vormittag ist ein Großteil aller Busse im Fahreinsatz und Ersatzverkehr kaum auf die Schnelle zu organisieren. Die BSB hatte zu diesem Zeitpunkt von ihrem Fuhrpark aus 20 eigenen und drei SWEG-Wägen nur 14 zur Verfügung. Bei beiden Zügen sorgten elektronische Störungen in je einem der Wägen für die Pannen, erklärte Duwe, nachdem die Züge in den Depots in Endingen und Freiburg untersucht worden waren. Der 5er-Zug aus Freiburg konnte im Laufe des Vormittags wieder eingesetzt werden, von dem Endinger Zug blieb der Wagen mit der Störung im Depot. Bis auf diesen einen fehlenden Wagen rollte von etwa 11.30 Uhr an der Zugverkehr wieder normal, so Duwe.

Autor: fri