Und alles ohne Gage

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Fr, 12. Januar 2018

Klassik

Die Kaisersaal-Konzerte und ihre 15. Freiburger Spielzeit.

Qualität und Nachhaltigkeit – diese darf den Freiburger Kaisersaal-Konzerten, die im März in ihre 15. Saison starten, gleichermaßen attestiert werden. Martin Ostertag, bis zu seinem Ruhestand Solocellist beim ehemaligen SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, hat als Motor und Spiritus Rector der Reihe daran erheblichen Anteil. Inzwischen ist die Schar der Mitstreiter, allesamt Spitzenkammer- und -orchestermusiker, so angewachsen, dass mit den Besetzungen immer wieder neu jongliert werden kann. Und: dass alle ohne Gage spielen – auch das ist keine Selbstverständlichkeit.

Der Auftaktabend (25.3.) gilt zwei "Giganten" des 19. Jahrhunderts: Christian Ostertag, Katrin Melcher (Violine), Martin Ostertag (Violoncello) und Fritz Schwinghammer, (Klavier) spielen Schuberts spätes Es-Dur Klaviertrio D 979 mit dem berührend traurigen Andante con moto und Brahms’ A-Dur-Klavierquartett op. 26. Wie immer ist die Kombination der Werke beziehungsreich. Etwa mit Messiaens Quatuor pour la fin du temps und Bruckners F-Dur-Streichquartett. Oder mit Schönbergs "Verklärter Nacht" in der raren Klaviertrio-Fassung und Brahms’ ins Orchestrale hineinreichendem Klavierquintett f-Moll op. 34.

Bereichert wird der klassische Kammermusikprogrammkanon etwa mit einem rein französischen Programm, innerhalb dessen unter anderem André Caplets Conte Fantastique für Harfe (Ursula Eisert) und Streichquartett erklingt. Oder durch ein Oboen- und zwei Flötenquartette von Mozart: zum Gedenken an die im Sommer 2016 verstorbene Flötistin Gunhild Ott – eine der langjährigen Mitstreiterinnen der Kaisersaalkonzerte.

Infos und Programme unter    http://www.kaisersaal-konzerte.de