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31. Juli 2012

Bundesliga

Ungeklärte Personalfragen belasten Schalke 04

Beim FC Schalke 04 hat Torjäger Klaas-Jan Huntelaar seinen Vertrag noch nicht verlängert. Gleichzeitig hat der Klub drei Torhüter für einen Stammplatz.

  1. Zeit für eine Unterschrift: Klaas-Jan Huntelaar Foto: dpa

GELSENKIRCHEN (dapd). Die Ansprüche beim FC Schalke 04 sind hoch. Man will den treuen wie zahlreichen Fans weiter Spitzenfußball in der Bundesliga bieten und in der Champions League mindestens die K.o.-Runde erreichen. Die Verantwortlichen möchten das auch mit Spitzenkräften umsetzen. Doch in diversen Personalfragen hakt es dreieinhalb Wochen vor dem Bundesliga-Auftaktspiel bei Hannover 96 noch.

Das Dauerthema Klaas-Jan Huntelaar brennt Sportdirektor Horst Heldt weiterhin unter den Nägeln. "Ich bin optimistisch", sagt der Ex-Profi jedes Mal, wenn er auf den niederländischen Nationalstürmer angesprochen wird. Doch eigentlich sind die Königsblauen seit dem Trainingsauftakt Anfang Juli bei dem Versuch, den bis zum Saisonende laufenden Vertrag mit Huntelaar vorzeitig zu verlängern, kaum einen Schritt weitergekommen. Die Qualität des Bundesliga-Torschützenkönigs will man nach dem Abgang des spanischen Weltstars Raul aber unbedingt halten.

Huntelaar hat nun vor, sich persönlich in die Gespräche einzuschalten, die bislang sein Berater mit Heldt führte. Knackpunkt wird sein, ob Heldt dem Torjäger glaubhaft vermitteln kann, dass der bestehende Kader in der Spitze der Bundesliga mitspielen kann. Daran hat Huntelaar offenbar leise Zweifel, er stellt sich die Verpflichtung einiger Hochkaräter als Verstärkungen vor.

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Doch offenbar wird es möglicherweise bei den ablösefreien Zugängen Tranquillo Barnetta und Roman Neustädter bleiben. Das bekräftigte Klubchef Clemens Tönnies noch einmal. Der Fleischfabrikant erklärte, dass es keine weiteren Verpflichtungen geben werde, selbst wenn man noch einige Spieler wie Jose Manuel Jurado von der Gehaltsliste bekäme. Man will auf Konsolidierungskurs bleiben und den Personaletat von rund 100 Millionen Euro weiter drücken.

Zu Beginn der Woche hatte die Mannschaft nach der ersten Hälfte der harten Vorbereitung unter Trainer Huub Stevens ein paar freie Tage, die vielleicht zu Gesprächen genutzt wurden. Unklarheiten werden aber auf jeden Fall in das am Samstag beginnende zweite Trainingslager in Klagenfurt mitgenommen. Da ist zum Beispiel die Frage nach den Torhütern, die den FC Schalke die gesamte vergangene Saison beschäftigt hatte. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Alle ziehen gut mit", sagt Trainer Stevens. Alle sind Ralf Fährmann, Lars Unnerstall und Routinier Timo Hildebrand.

Letzterer hat wohl im Moment die Nase vorn. Der 33 Jahre alte Ex-Nationalkeeper war in der vergangenen Saison aus der Arbeitslosigkeit geholt worden, nachdem sich Fährmann als vorgesehene Nummer eins einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Unnerstall verletzte sich dann noch in der Saisonschlussphase, Hildebrand sprang ein. Und der erfahrene Keeper machte bislang in der Vorbereitung den besten Eindruck. Fährmann patzte beim 0:1 gegen den AC Mailand, Unnerstall war auch nicht sicherer und musste zudem wegen Achillessehnenbeschwerden ein paar Tage pausieren. Kurz vor dem Pokal-Auftaktspiel beim 1. FC Saarbrücken am 19. August will Stevens seine Entscheidung bekannt geben. Der Glückliche soll es dann auch bleiben, eine Rotation werde es nicht geben.

Autor: dapd