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23. Juli 2012

Ungeschlagen in die Regionalliga

Die Männer 60 des Tennisclubs Grün-Weiß Neustadt sichern sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Badenligatitel.

  1. Die Männer 60 des TC Grün-Weiß Neustadt feiern nach 2010 erneut den Titel in der Badenliga. Unser Bild zeigt (von links) die Meisterspieler Hermann Heitz, Rudolf Kiefer, Winfried Koslik, Werner Schwörer, Walter Föhrenbach und Wolfgang Lindemuth. Es fehlt Dieter Kleiser. Foto: maurer

TENNIS. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte feiern die Männer 60 des TC Grün-Weiß Neustadt den Titelgewinn in der Badenliga und den Aufstieg in die Regionalliga Süd-West. Mit dem knappen 5:4-Erfolg beim TC Waldbronn beendeten die Hochschwarzwälder die Tennissaison ungeschlagen und krönten damit ihre konstant guten Leistungen. Teamkapitän Hermann Heitz fasste das Meisterstück in einem Satz zusammen: "Es war eine tolle Runde."

Rein vom Tabellenplatz betrachtet schien es eine leichte Auswärtsaufgabe. Die Nordschwarzwälder aus Waldbronn hatten lediglich zwei Spiele gewonnen und standen auf Tabellenplatz sieben. Doch Heitz und seine Neustädter Teamkameraden wussten: "Die haben viele Matches nur ganz knapp verloren und mussten öfter mit Ersatz antreten." Waldbronn erwies sich denn auch als der erwartet schwere Gegner. In der ersten Runde gewann nur Rudolf Kiefer (6:2/6:1), während Werner Schwörer (3:6/2:6) und Dieter Kleiser (2:6/0:6) ihre Spiele abgeben mussten. In der zweiten Runde "verschlief" Hermann Heitz (Leistungsklasse 8) nach eigener Aussage den Sieg. Sein Gegner Roland Maier (LK 12) gewann den ersten Satz mit 7:6 und führte bereits 3:0: "Erst dann bin ich aufgewacht und kam ins Spiel." Heitz gewann sechs Spiele in Folge und glich mit dem 6:3 aus. Im Match-Tiebreak stand es 8:8, als ein Ball des Gegners die Linie so eben noch berührte und ein von Heitz geschlagener Ball knapp im Aus landete.

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Maier war glücklich über das 10:8. Besser machte es Winfried Koslik. Mit dem 6:0/6:3 feierte er den achten Erfolg und behielt damit seine blütenweiße Weste. Für den 3:3-Ausgleich sorgte Walter Föhrenbach mit einem glatten 6:0/6:3.

"Zwei Doppel gewinnen wir", waren sich die Neustädter nach dem 3:3-Zwischenstand sicher. Das Spitzen-Duo Heitz/Föhrenbach (6:1/6:2) setzte sich ebenso souverän durch wie Kiefer/Schwörer (6:0/6:2). Überraschend kam die Niederlage des dritten Doppels Koslik/Kleiser (4:6/2:6), auf das die Grün-Weißen eigentlich gesetzt hatten. Gleichwohl, das Meisterschaftsziel war erreicht und auch das achte Punktspiel gewonnen.

In den nächsten Wochen ist eine gemeinsame Feier mit den Männern 65 geplant, die als Oberliga-Meister in die Badenliga aufsteigen. Während die meisten Senioren-Teams immer wieder über Ausfälle durch Verletzungen klagen, blieben die Neustädter in dieser Runde davon verschont, was eine wesentliche Grundlage für den Erfolg war. In allen acht Begegnungen stand Hermann Heitz als Nummer eins auf dem Platz. Seine Bilanz: drei Siege im Einzel, sieben Erfolge im Doppel. Auf Position zwei feierte Rudolf Kiefer vier Siege im Einzel und fünf im Doppel. Überragend verlief die Saison für Winfried Koslik. Der 70-Jährige blieb in allen acht Einzeln ungeschlagen, dominierte seine Gegner und gab lediglich einen Satz ab. Im Doppel verlor er am letzten Spieltag sein erstes Match. Sehr positiv verlief die Runde auch für Werner Schwörer (6:2 Einzel/7:1 Doppel), den Neuzugang aus Löffingen Walter Föhrenbach (6:2/5:3) und Wolfgang Lindemuth (6:0/5:1). Ebenfalls zum Erfolg beigetragen hat Dieter Kleiser (2:1/2:2). Die Saison des Badenliga-Meisters im Spiegel nüchterner Zahlen: 16:0 Punkte, 54:18 Matchpunkte (Einzel 35:13, Doppel 19:5). In der Saison 2013 gehören die Männer 60 des TC Grün-Weiß Neustadt wie schon im Jahr 2011 der Regionalliga Süd-West und damit der zweithöchsten Senioren-Spielklasse im Deutschen Tennisbund an.

Vor zwei Jahren mussten die Hochschwarzwälder nach zwei Siegen und fünf Niederlagen wieder absteigen. In der kommenden Runde spielen die Männer 65 in der Badenliga. Das bedeutet für einige Akteure eine Doppelbelastung mit Einsätzen am Freitag und Samstag. Hermann Heitz weiß: "Bei unserer dünnen Spielerdecke darf da nicht viel passieren."

Autor: Dieter Maurer