Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

12. Februar 2010 12:41 Uhr

Bundesliga

Unnützes Gegnerwissen über… Eintracht Frankfurt

Anekdoten, Kuriositäten, Herrschaftswissen – wer bei anderen Fußballfans punkten will, muss Informationen drauf haben, die nicht jeder kennt. Nachhilfe gefällig? Fünf skurrile Fakten über Eintracht Frankfurt.

  1. Eintracht Frankfurt: Die Integrations-beauftragte der Bundesliga Foto: ddp



Vorteil Flughafennähe

Jahrelang nutzte Eintracht Frankfurt seine enge Anbindung an den Flughafen schamlos aus und entführte großartige Fußballer, die sich im Transitbereich verlaufen hatten, in sein ansonsten eher hölzenbeinernes Team. So kam es, dass im Frankfurt-Trikot bereits Bum-Kun Cha (79-83), Anthony Yeboah (90-95) und Jayjay Okocha (92-96) tanzten, während der gemeine Offenbacher noch rätselte, wo er Korea, Ghana oder Nigeria auf dem Globus wohl suchen sollte.

Frankfurter Friedensstifter
Zur Integrationsbeauftragten der Bundesliga wurde die Eintracht aber auf dem Balkan. Kein anderer Club im Universum hat bisher auf waffenlose Weise geschafft, was der Eintracht seit Jahren gelingt: Nacheinander hat sie ihr hässliches Trikot Spielern aus Bulgarien (Hubtschew), Griechenland (Kyrgiakos, Amanatidis), Albanien (Skela), Mazedonien (Nikolov), Kosovo (Toski), Bosnien (Bajramovic), Serbien (Stepanovic) und Ungarn (Detari) übergestreift. Zweimal konnten die Eintracht-Peacekeeper sogar Österreicher (Pezzey, Weissenberger) zum Geldverdienen in Frankfurt überreden.

Werbung


Kreative Buchführung
Lajos Detari (siehe Integration/Ungarn) wurde für die Frankfurter sogar zur Blauen Mauritius: 1987 eisten sie den Puszta-Maradona für 2 Millionen aus Budapest los und verkloppten ihn zehn Monate später für 8,2 Mios nach Piräus. In welchen Main-Kanälen dieser schöne Reingewinn evaporierte, untersuchten Staatsanwälte später jahrelang. Jedenfalls umfloss er weiträumig die Eintracht-Kasse. Heute ist kreative Buchführung in Frankfurt selbstverständlich nur noch den Banken vorbehalten.

Hinkende Kamele
Wenn die Frankfurter dickes Geld auf den Transferbasar tragen, kriegen sie oft nur das hinkende Kamel ab. Oder erinnern Sie sich an Heldentaten der Herren Bachirou Salou, Rolfchristel Guié-Mien (früher) oder Caio, Habib Bellaid, Ümit Korkmaz (heute), für die die Eintracht jeweils 3 bis 4 Mios auf den Teetisch gelegt hatte?

Bloß keine Zwietracht
Löwbierhoffzwanziger hin oder her: Im deutschen Fußball herrscht Eintracht wie nirgendwo sonst in der Welt der Bälle. Wenn man mal absieht von prosaischen Abkürzungen wie RW, FC, TSV usw., ist "Eintracht" der häufigste Clubname zwischen Flens und Lasser. Angeblich tragen 313 Vereine dieses Wohlgefühl auf der Brust, z.B. auch in Braunschweig, Trier, Freiburg.

Mehr zum Thema:

Autor: Toni Klein