Thema Altenberg

URTEILSPLATZ: Noch nicht die letzte Wendung

Christian Kramberg

Von Christian Kramberg

Mi, 19. Dezember 2018

Lahr

In dem an Wendungen nicht armen Bebauungsplanverfahren Altenberg hat der Investor Uwe Birk von der Deutschen Bauwert am Montag im Gemeinderat für eine weitere gesorgt. War bisher immer die Rede davon, dass der Waldweg in Richtung Kuhbach nur für die Abfuhr leerer Lastwagen benutzt werden soll, um ihn nicht dauerhaft zu beschädigen und die Natur zu schützen, so präsentierte Birk nun eine andere Variante: als Ab- und Zufahrt sowohl von leeren und vollen Lastern. Ganz neu ist sie nicht, nach einem Gespräch mit Vertretern des Lahrer Ortenau-Klinikums in der vergangenen Woche hat sie aber eine neue Dynamik erhalten. Denn das Ortenau-Klinikum hatte laut Uwe Birk bei seiner Großbaustelle, die ein ähnliches Erdvolumen umfasste wie beim Altenberg, den Waldweg eben auf diese Weise genutzt: als Zu- und Abfahrt. Und das allem Anschein nach, ohne, dass der Weg größeren Schaden genommen habe – so laut Birk die Aussage der Klinik-Vertreter. Warum also, so Birks Intention, soll man dann den Waldweg nicht nutzen, zumal die Zufahrtsstraßen zu dem Baugebiet dann von weiterem Lkw-Verkehr entlastet wären. Und damit auch die Anwohner. Die etwas unglückliche Wortwahl einer "Ventillösung" rief derweil im Gemeinderat die Gegner auf den Plan. Die Kritik reichte am Ende bis hin zu der von Birk abgenommenen Zusage, doch nur leere Laster durch den Wald fahren zu lassen. Es bleibt aber die Frage, wem damit genutzt ist. Die Birksche Lösung – so sie denn tatsächlich realisierbar ist – könnte viele Anwohner vor Lärm und Schmutz bewahren. Und was den Wald anbelangt: Erinnert sei an die breiten Schneisen, die für die Windräder geschlagen wurden und deren Spuren immer noch deutlich zu sehen sind. Vielleicht war es ja am Montag deshalb doch noch nicht die letzte Wendung beim Thema Altenberg gewesen.