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26. Juni 2017 16:29 Uhr

Basketball

Pierre Hohn wird neuer Eisvögel-Trainer

Der Coach aus Niedersachsen ist erst 25 Jahre alt und gilt als Förderer von Talenten.

  1. Pierre Hohn, neuer Trainer der USC Eisvögel. Foto: privat

Die Eisvögel aus Freiburg haben einen neuen Trainer gefunden. Das Frauen-Basketball-Team, das nach 17 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur ersten Bundesliga im Frühjahr in die zweite Liga abgestiegen ist, wird an diesem Montag Pierre Hohn als Nachfolger von Sascha Bozic präsentieren. Der Neue aus Wolfenbüttel soll – im Gegensatz zum angehenden Lehrer Bozic – als hauptamtlicher Coach tätig sein. Hohn ist erst 25 Jahre alt und damit der bisher jüngste Eisvögel-Übungsleiter.

Ob er einen Ein- oder einen Mehrjahres-Vertrag beim USC unterschrieben hat, wollten weder die Vereinsführung noch der neue Coach sagen. Man bediente sich bei den Eisvögeln der Sprachregelung, die beim Sportclub Freiburg, also den kickenden Kollegen an der Schwarzwaldstraße, so beliebt ist: "Über Vertragsinhalte und Vertragsdauer haben wir Stillschweigen vereinbart", sagte Harald Janson, der Sportliche Leiter des USC.

Pierre Hohn coachte bisher den Frauen-Zweitligisten Wolfenbüttel, mit dem er in den finalen Aufstiegsspielen zur ersten Liga an der Mannschaft von Göttingen scheiterte. Dennoch hatte der junge Übungsleiter Grund zur Freude: Zum einen schloss er in diesem Jahr sein Jurastudium ab – zum anderen verteidigte die ebenfalls von ihm betreute Mannschaft Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel den Titel in der weiblichen Nachwuchs-Bundesliga.

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Warum er vom hohen Norden, wo er auch Niedersachsens Landesauswahl beim Bundesjugendlager in Heidelberg betreute (Hohn: "Da haben Harald Janson und ich uns 2016 erstmals unterhalten"), in den tiefen Südwesten wechselt? Der 25-Jährige weiß es genau: "Ich habe den Freiburger Weg stets intensiv verfolgt. Die Eisvögel haben ein ähnliches Programm wie Wolfenbüttel, setzen auf viele Jugendspielerinnen, die sie ausbilden und weiterentwickeln. Und sie haben sich über die Jahre tolle Bedingungen geschaffen in der Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt, mit Physiotherapeuten und Athletiktrainern."

Pierre Hohn spielte als Jugendlicher selbst Basketball und sammelte bereits mit 15 Jahren erste Erfahrungen als Trainer verschiedenster Nachwuchsmannschaften (weiblich wie männlich) bei der BG Rotenburg-Scheeßel. Nicht nur in Vereinen, sondern auch in verschiedenen Auswahlmannschaften war und ist Hohn als Coach tätig. So ist er in den kommenden sechs Wochen als Co-Trainer der deutschen U-18-Frauenauswahl im Einsatz. Deshalb wird der 25-Jährige auch erst Mitte August in Freiburg sein. Den Trainingsauftakt haben die Eisvögel für Ende August terminiert.

Dabei kann der neue Coach auf den Stamm der deutschen Spielerinnen zurückgreifen, die bisher für den USC in der ersten Liga auf dem Parkett standen. Allerdings hat neben der schon länger als Abgang feststehenden Satou Sabally, die zu den Oregon Ducks an ein US-College nach Eugene wechselt, auch Nadjescha Ilmberger die Eisvögel verlassen. Die Centerin, eine der wenigen Spielerinnen, die sich in der Abstiegssaison verbessert haben, tritt künftig für den Erstligisten Saarlouis an. Von den fünf ausländischen Spielerinnen wird wohl keine bleiben. In der zweiten Liga dürfen nur zwei Nicht-EU-Ausländerinnen pro Team spielen.

Da die meisten Sponsoren signalisiert haben, dass sie weiter den USC Freiburg unterstützen, wollen die Eisvögel neben dem Einbau junger Spielerinnen in die Mannschaft aber natürlich auch den sofortigen Wiederaufstieg in die erste Liga anpeilen.

Autor: Georg Gulde