Volleyball

VC Printus Offenburg kommt mit einem blauen Auge davon

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Sa, 19. Januar 2019 um 22:58 Uhr

Volleyball

Mehr als erwartet investieren mussten die Frauen des VC Printus Offenburg, um ihre weiße Weste in der Zweiten Bundesliga zu erhalten. Das 3:0 am Samstag war der 14. Erfolg in Serie des Tabellenführers.

Die Ortenau ist eine Handballregion. Das zeigte sich am Samstag beim Volleyball. Das erste Hauptrundenspiel der deutschen Handball-Sieben bei der Weltmeisterschaft in Köln schlug sich bei den Besucherzahlen in Offenburg nieder. Nur rund 280 Fans kamen in die Nordwest-Halle.

Einen kleinen Beitrag dazu leistete auch der Gegner. Der Neuling und Außenseiter versprach nicht allein vom Namen her eine hohe Attraktion für die Live-Alternative zur Fernsehübertragung. Ganz so schlecht, wie es die Papierform hätte erwarten lassen, präsentierte sich das Team von Trainer Ralf Schnorr nicht. Das hatte aber auch etwas mit dem mangelnden Feuer im Offenburg Team zu tun. Die Mannschaft von Trainer Florian Völker wirkte nicht so entschlossen wie in den Spielen zuvor, schien mit den Gedanken nicht immer anwesend zu sein. So gab es immer wieder Punkte für die Gäste aus Mittelhessen, die Konzentrationsschwächen der Heimmannschaft entsprangen. Mit der an den Tag gelegten Lockerheit ging erst einmal der Spielfaden verloren. Beim 16:17 schrillten die Alarmglocken. Es war nicht einfach, den Schalter wieder umzulegen. Die Wende unterstützten zahlreiche Eigenfehler des TVW. Beim 22:17 stimmte rein vom Ergebnis her wieder die Richtung, was sich im 25:20 Erfolg im ersten Satz ausdrückte.

Träge Offenburgerinnen

Mit Ruhm bekleckert hatten sich die Offenburgerinnen nicht. Beim Wechsel studierte der Trainer erst einmal intensiv die Spielauswertung der ersten 29 Minuten. Auffallende Konstante blieben die kurzen Angriffe durch die Mitte über die junge Linkshänderin Leonie Amann. Eine Variante, die den Gegner stets unvorbereitet traf. Das Offenburger Team rissen sie aber nicht aus der Trägheit. 8:11, 10:14, 13:17. Ashley Owens brachte mit ihren Angaben wieder Leben ins Offenburger Spiel. Allein es reichte nur zum 18:18. Die Auszeit beim 18:20 half nur wenig. Erst als die Not ganz groß war, befreite sich das Team des Tabellenführers in beachtenswerter Qualität. Die Mittelblockerin Ashley Owens durfte für sich reklamieren, zwei Satzbälle abgewehrt zu haben. Und so kam es doch noch zum Happy End, dem 27:25 Erfolg des VCO.

Verunsicherung bestimmt die Aktionen

Auch wenn die Aktionen der Offenburgerinnen im dritten Satz zeitweise etwas abgestimmter vorgetragen wurden. Der Groschen wollte nicht richtig fallen. Es blieb eine harzige Angelegenheit an diesem Samstag. Mit zunehmender Spieldauer baute der Gegner jedoch etwas ab. Sie wurden quasi mit eigenen Mitteln konfrontiert, dem Angriff durch die Mitte. Befreite Aktionen auf Seiten des souveränen Tabellenführers gab es erst nach dem 9:6 zu sehen. In dieser Phase wurde die Grundlage für den Satzerfolg gelegt. Bis zum 16:8 lief alles nach Plan, dann brach die nächste kleine Krise herein. Die Angaben von Christine Glaab waren kaum zu beherrschen. Sie sorgten für Verunsicherung, die sich im 19:19 niederschlug. Und so war für nicht erwartete Spannung gesorgt, zumal sich beim 22:23 das Blatt erneut gewendet hatte. Drei Angabefehler des Aufsteigers in den letzten Ballwechseln brachten den Offenburgerinnen die Möglichkeit, nach einem abgewehrten Satzball, den Sack zum 27:25 zuzuschnüren.

Es sei wichtig gewesen zum Ende der Sätze hin einen kühlen Kopf bewahrt zu haben, lobte VCO-Trainer Florian Völker nach dem 14. Erfolg sein Team, das ausgesprochen zerfahren agiert hatte.