Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

23. Mai 2016

Interaktiver Kalender

Veranstaltungen zum Thema Inklusion auf einen Blick

Neuer interaktiver Kalender für Veranstaltungen.

Immer wieder fiel es ihnen auf: Inklusion – die gleichberechtigte Teilhabe von allen Menschen – ist inzwischen bei vielen Gelegenheiten und an vielen Orten ein Thema. Cornelia Bossert und ihre Kolleginnen und Kollegen vom Verein "Bildung neu denken" freuen sich darüber. Doch es wurde schwer, den Überblick über alle Veranstaltungen zu behalten – mit der Folge, dass sie manches verpassten. Das soll nun nicht mehr geschehen: Sie haben einen interaktiven Inklusionskalender entwickelt.

Ein paar Klicks, und alles ist klar – das ist das Ziel. Falls alle mitmachen, sind künftig alle Veranstaltungen, die nach Meinung ihrer Organisatorinnen und Organisatoren zum Thema passen, an einem Ort zu finden: Im Internet unter http://www.inklusionskalender.de Bei einer Einführungsveranstaltung erklärt Cornelia Bossert, wie es funktioniert. Das wird unter auch auf der Website erläutert: Registrieren, Veranstaltung mit Zeit, Ort und Kurzbeschreibung eintippen, speichern.

Werbung


Organisatoren arbeiten ehrenamtlich

Verschiedene Funktionen richten sich an Menschen mit Sehbehinderung: Die Texte können vorgelesen oder vergrößert werden, es gibt verschiedene Farbkontrastierungen. Langfristig sollen nicht nur Veranstaltungen im Kalender auftauchen, die im engeren Sinne Inklusion thematisieren, weitere vielfältige Kategorien sollen dazukommen, sagt Cornelia Bossert: Infos von Sportvereinen – in der Hoffnung, dass die sich zunehmend für Menschen mit Handicaps öffnen – sind ebenso erwünscht wie Ankündigungen von offenen Vorstandssitzungen von Vereinen und anderen Gruppen. Einzige Ausnahme: Inhalte, die menschenverachtend seien oder dem Grundgedanken der Inklusion widersprechen, werden von den Moderatoren nicht freigeschaltet.

Zurzeit läuft alles ehrenamtlich, die Organisatoren haben einen Zuschuss bei "Aktion Mensch" beantragt. Wenn das Projekt wachse, müsse man über andere Strukturen nachdenken, sagt Cornelia Bossert. Die Stadtverwaltung finde das Projekt gut, kürzlich gab’s ein Treffen mit Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach. Auch bei denen, die zur Einführung gekommen sind, stößt die Idee auf Zustimmung: "Austausch über Inklusion ist wichtig, und ich habe schon öfter Veranstaltungen verpasst, weil ich nichts davon wusste", sagt Annette Langbein vom Familienzentrum Kita Wiesengrün. Ähnlich geht es Maria Stehle vom "Arbeitskreis Behinderte an der Christuskirche": "Die Institutionen und Gruppen sind immer noch zu isoliert, der Kalender führt sie zusammen."

Kontakt: http://www.inklusionskalender.de

Tel. 0761/276239

Autor: Anja Bochtler