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31. Juli 2012 17:43 Uhr

Offenburg / Weil am Rhein / Waldshut-Tiengen

Verkehrspolizei bekommt 14 weitere Kommissariate

Die Polizeireform von Grün-Rot nimmt weiter Gestalt an. Das Innenministerium hat die Standorte für die 14 Verkehrskommissariate festgelegt – unter anderem in Offenburg, Weil am Rhein und Waldshut-Tiengen.

  1. Die Offenburger Polizei profitiert von der Polizeireform. Foto: Polizeidirektion Offenburg

Innenminister Reinhold Gall (SPD) stellte am Dienstag weitere Standorte für die Verkehrspolizei vor. Zusätzlich zu den geplanten Direktionen würden im Verkehrsbereich 14 Kommissariate eingerichtet, sagte Gall in Stuttgart.

Angesiedelt sind die Kommissariate in Offenburg, Weil am Rhein, Waldshut-Tiengen, Heidelberg (Rhein-Neckar-Kreis), Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis), Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis), Pforzheim (Stadtkreis Pforzheim), Aalen (Ostalbkreis), Backnang (Rems-Murr-Kreis), Esslingen, Mühlhausen im Täle (Göppingen), Laupheim (Biberach), Mühlhausen-Ehingen (Konstanz) und Kißlegg (Ravensburg).

Die neuen Kommissariate haben bis zu 80 Beamte, die Unfälle aufnehmen, den Verkehr überwachen oder im Fahndungs- und Ermittlungsdienst tätig sind. "Unsere Verkehrsexperten sind überall dort schnell vor Ort, wo sie gebraucht werden", so Gall.

Die 14 Verkehrskommissariate sind den zwölf Verkehrspolizeidirektionen untergeordnet. Die unterschiedlichen Zahlen kommen dadurch zustande, dass im Bereich Mannheim Verkehrskommissariate in Heidelberg und Walldorf, im Bereich Freiburg Verkehrskommissariate in Lörrach und Waldshut/Tiengen und im Bereich Konstanz Verkehrskommissariate in Kißlegg und Mühlhausen angesiedelt seien. Die Landeshauptstadt Stuttgart bleibt ohne Verkehrskommissariat.

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Neu ist auch die Festlegung auf ein zusätzliches Kriminalkommissariat in Bruchsal - über die bereits geplanten 26 hinaus. Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg erhalten keine Kriminalkommissariate, weil sie bereits Kriminalpolizeidirektionen haben.
Als ausschließliche Ausbildungsstandorte der Hochschule der Polizei (Villingen-Schwenningen) wurden Lahr, Biberach und Böblingen ausgewählt. Zuvor waren Lahr und Biberach auch Einsatzhundertschaften zugeordnet.

Die CDU begrüßte die Verkündung der zusätzlichen Standorte, bezeichnete die Entscheidung Galls jedoch als Rolle rückwärts. "Wir haben immer klar formuliert, dass mit der Strukturreform eine für die Menschen im Land wichtige Polizei vor Ort unmöglich sein wird", sagte der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Blenke. Nun zeige sich deutlich, dass das Konzept der grün-roten Landesregierung bislang zu stringent angelegt war, kritisierte Blenke.

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Autor: dpa, dapd