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04. März 2016 18:35 Uhr

Suchaktion

Toter in Wutachschlucht gefunden – Suche ohne Happy End

Die massive Suchaktion in der Wutachschlucht kommt zu einem traurigen Ende: 80 Helfer haben nach einem vermissten 20-Jährigen gesucht – und einen toten Mann im kalten Wasser gefunden.

  1. Vom Einsatzzentrum beim Sportheim des FC Reiselfingen leiteten die beteiligten Rettungskräfte den Einsatz in der nahegelegenen Wutachschlucht. Foto: Martin Wunderle

Rund 80 Helfer haben sich fast den ganzen Freitag über an der Suche nach dem jungen Mann beteiligt. Der 20-Jährige hatte nachts um 3 Uhr sein Elternhaus verlassen, um im Neuschnee barfuß und ohne Oberbekleidung in die Wutachschlucht zu gehen. Im Bereich ehemaligen Kuranlage Bad Boll verlor sich seine Spur. Am Nachmittag gegen 14.20 Uhr wurde von Strömungsrettern der DLRG in Höhe der Schurrhammer Hütte eine tote Person in der Wutach gefunden, bei der es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Vermissten handelt.

Polizeihubschrauber im Einsatz

Im Einsatz waren etwa 30 Rettungskräfte der Bergwacht. Auch das Rote Kreuz war mit Rettungshunden an der Suche beteiligt, ebenso die DLRG mit rund 20 Helfern, ab 11 Uhr auch die Feuerwehr Löffingen mit 20 Mann und Einsatzkräfte der Polizei, wie der Kommandant der Gesamtwehr Löffingen, Bernd Schwörer, gegenüber der Badischen Zeitung erläuterte. An der Suche war morgens auch ein Rettungshubschrauber der Polizei beteiligt, der allerdings zwischenzeitlich abbrechen musste. Später kam nochmals ein Helikopter zum Einsatz, allerdings ohne Erfolg.

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Am Nachmittag sollte die Suche dann mit einer Drohne, die der Landkreis zur Verfügung gestellt hatte, fortgesetzt werden. Die Drohne kam jedoch nicht mehr zum Einsatz. Strömungsretter der DLRG suchten im eisigen Wasser der Wutach nach dem Vermissten und auch zwei Rettungsboote aus Titisee und Schwenningen standen bereit.

Schwieriger Einsatz für die Retter

Mit einem Boot der Feuerwehr Titisee-Neustadt, sogenannten Strömungsrettern und Rettungstauchern der DLRG Schwarzwald und Schwarzwald-Baar wurde die Wutach im Bereich der letzten aufgefunden Spuren des Vermissten abgesucht. Gegen 14.20 Uhr konnte im Bereich der Schurrhammer-Hütte auf Gemarkung Wutach in der Wutach an einer Sandbank eine leblose Person aufgefunden werden, bei der es sich nach Angaben der Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Vermissten handelt. Die Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Freiburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

David Vaulont von der Bergwacht spricht von einem sehr schwierigen Einsatz, weil man anders als bei einem verirrten Wanderer auch abseits der Wege suchen musste, was das Gebiet deutlich vergrößert. Dazu kommt noch der Schneefall und das Gebiet der Wutachschlucht, wo die Retter auch auf ihre eigene Gesundheit aufpassen müssen, was sich bei Dunkelheit als noch schwieriger erweist. Dazu steige auch der Zeitdruck für die Retter, wenn man wisse, mit welcher Bekleidung der Vermisste bei den derzeit herrschenden Temperaturen losgelaufen ist.

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Autor: Martin Wunderle