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13. Juni 2012

Verzwickte Lage gemeistert

Freiwillige Feuerwehren Biederbach und Elzach beweisen ihre Fähigkeiten bei gemeinsamer Übung.

  1. Zwei Wehren mit zwei neuen Löschfahrzeugen beim Übungseinsatz am „Kreuz“ in Biederbach. Foto: FFW

BIEDERBACH. Die letzten Tropfen des kirchlichen Weihwassers von den Einweihungsfeierlichkeiten im Mai waren kaum richtig abgetrocknet und schon waren die beiden neuen Löschfahrzeuge der Wehren Biederbach und Elzach im Übungseinsatz. So geschehen bei einer gemeinsamen Übung unlängst abends beim Gasthaus "Kreuz" der Familie Stöhr auf Biederbachs Höhen, haarscharf an der Gemarkungsgrenze zum Ortenaukreis.

Das Drehbuch von Kommandant Bernhard Jägle (Biederbach) und Zugführer Thomas Dufner (Elzach) sah einen Brand im Ökonomiebereich des Gebäudes vor. Das Anwesen ist geprägt durch seine unterschiedliche Nutzung: Im vorderen Bereich befinden sich der Gastraum und die Beherbergungszimmer sowie im hinteren Bereich der neue Wintergarten mit einer traumhaften Aussicht auf die Bergwelt des Elztals und der bereits erwähnte Ökonomiebereich. Die Biederbacher Wehr, unter anderem mit ihrem neuen Tanklöschfahrzeug, erreichte die Einsatzstelle in zehn Minuten und die Stützpunktwehr Elzach, unter anderem mit ihrem neuen Drehleiterfahrzeug, in 17 Minuten.

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Vor Ort wurden zwei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in das Gebäude beordert, ein Trupp übernahm die Absicherung. Weitere Kräfte errichteten eine Riegelstellung, um ein Übergreifen des "Brandes" auf den Gastronomiebereich zu verhindern. Die Drehleiter gab dem "Feuer" von oben den Rest.

Die weiteren Übungsteilnehmer kümmerten sich um die Wasserversorgung aus einem Löschteich. Keine leichte Tätigkeit, war doch hierfür eine Entfernung von knapp einem Kilometer zu bewältigen. Es wurden zwei Leitungen entlang der gut befahrenen L 101 verlegt. Aufgrund der Länge der Leitung und des Höhenunterschiedes mussten insgesamt vier Pumpen in Einsatz gebracht werden. Nach der Bewältigung aller Unwägbarkeiten war die Wasserversorgung in 30 Minuten aufgebaut.

Stützpunktkommandant Dirk Maul hatte ein pragmatisches Auge auf den Ablauf der Übung mit ihren 50 Teilnehmern geworfen. Bei der anschließenden Besprechung war von einer sehr anspruchsvollen Übung die Rede. Zum einen sind die unterschiedlichen Nutzungseinheiten, einhergehend mit der engen Bebauung, zu würdigen, was eine wohl überlegte Einsatztaktik erforderlich macht, und zum anderen war die zeitaufwendige Wasserförderung in ihrer Länge samt Höhenunterschied auf der Landesstraße zu bewältigen.

Die beiden Wehren zeigten wiederholt ein gutes Zusammenspiel; zur Belohnung gab es im Übungsobjekt einen Imbiss mit Umtrunk.

Autor: bz