Sturm Burglind im Friesenheimer Wald

Viele umgestürzte Bäume und eine halbzerstörte Hütte

fxl, axa

Von Felix Lieschke & Heidrun M. Lauble

Mi, 03. Januar 2018 um 18:00 Uhr

Friesenheim

Starke Windböen haben im Friesenheimer Wald starken Schaden angerichtet. Unter anderem wurde die Bernhardhütte von einem Baum zur Hälfte zerstört.

Sturm Burglind ist auch an Friesenheim nicht spurlos vorübergezogen. Seit Donnerstag sind die drei Forstarbeiter alleine dafür im Einsatz, um erstmal die vielen Forstwege frei zu machen, die durch umgestürzte Bäume versperrt sind. Denn nur dann können sie mit den Gerätschaften und dem Forstspezialschlepper weiter zu den Schadensflächen vordringen. Noch immer kann Friesenheims Förster Christian Junele keine definitive Bilanz ziehen. Er rechnet aber mit 3000 bis 4000 Festmeter, die gefallen sind. "Fast alle Hauptwege sind mit umgefallenen Bäumen blockiert, es sieht stellenweise richtig schlimm aus", sagt er. Zwar sei der Schaden nicht vergleichbar mit den Nachwirkungen von Sturm Lothar – "es sind nur etwa zwei Prozent des Lothar-Schadens" –, aber es sei eben viel mehr als anfangs gedacht.

Am meisten betroffen wurde der Wald von Heiligenzell und Schuttern und die Höhenlage von Oberweier. Die Bernhardhütte, die am Weg zwischen Tafeltanne und Rauhörnlehütte liegt, hat ein gefallener Baum zur Hälfte zerstört. Hingegen sei im Wald von Oberschopfheim und Friesenheim fast nichts gefallen, so Juneles erster Überblick. Das Sturmholz erfordere jetzt 20 bis 40 Prozent mehr an Arbeitsaufwand als bei einem regulär gefällten Baum. Immerhin seien die meisten Bäume "längs geworfen" worden, so dass die Stämme noch gut verwertbares Holz ergeben. Wichtig sei jetzt und in den nächsten Wochen bei der Aufarbeitung, alles für den Borkenkäfer brutfähiges Holz wegzuschaffen.

Ein genaues Bild, wo noch weitere Schäden vorliegen, werde sich erst in den kommenden Tagen zeichnen.