Feuer in Teningen

Sachschaden nach Brand beläuft sich auf mehrere 100 000 Euro

Sylvia-Karina Jahn und Aribert Rüssel

Von Sylvia-Karina Jahn & Aribert Rüssel

So, 16. September 2018 um 17:04 Uhr

Teningen

Vier Häuser sind nach einem Großbrand in Teningen beschädigt und nicht mehr bewohnbar. Alle Bewohner sind in Sicherheit, zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor.

TENINGEN. Die Feuersäule war weithin zu sehen. Ein Großbrand an der Kirchstraße/Ecke Riegeler Straße hielt die Einsatzkräfte der Teninger, Emmendinger und Endinger Feuerwehr am Freitagabend nach 21 Uhr bis in die Morgenstunden in Atem. Es entstand ein immenser Schaden, mehrere 100000 Euro nannte die Polizei in ihren ersten Meldungen. Zwei Feuerwehrleute wurden durch herunterfallende Ziegel leicht verletzt. Die Brandursache ist noch offen, die Polizei setzt einen Sachverständigen ein. Es war der größte Brand in Teningen seit dem Brand bei Tscheulin 1958.

Bereits nach sechs Minuten war das erste Fahrzeug und eine Minute später das erste Löschfahrzeug an der Einsatzstelle. Angesichts des Brandausmaßes war der Einsatzleitung sofort klar, alle verfügbaren Einsatzkräfte nachzualarmieren, sowie Emmendingen und Endingen zur Unterstützung anzufordern. Insgesamt waren 138 Feuerwehrleute, 25 DRK-Sanitäter und das Technische Hilfswerk mit neun Personen im Einsatz. Das THW sorgte bis 7 Uhr früh am Samstag für Licht: die Lichtmastanhänger der Ortsverbände Emmendingen und Müllheim wurden eingesetzt und die Teninger Feuerwehr dabei unterstützt, noch in der Nacht einen Bagger zur Einsatzstelle zu rufen. Mit diesem Bagger wurden einsturzgefährdete Gebäudeteile niedergelegt – ein Giebel wurde wegen extremer Einbruchgefahr mit einem Bagger abgerissen – und Brandnester freigelegt. Insgesamt waren neun THW-Helfer unter Leitung des Emmendinger Zugführers Andreas Fleig im Einsatz.

Die Feuerwehr konzentrierte ihre Löscharbeiten auf die Schadensbegrenzung der betroffenen Wohnhäuser, das bei Eintreffen der Feuerwehr bereits völlig in Flammen stehende Schreinereigebäude an der Ecke der Kirchstraße/Riegeler Straße konnte nicht mehr gerettet werden.

Zeugen berichteten von einer Stichflamme und einem lauten Knall, wonach sich auch auf Grund der engen Bebauung der Brand sich massiv auf drei weitere Anwesen ausbreitete. Augenzeugen sprachen von einer Flammenwand. Das Gebiet in der Nähe des Heimatmuseums Anwesen Menton ist stellenweise sehr dicht gebaut. "Man fühlt sich ans Mittelalter erinnert, wenn ganze Straßenzüge gebrannt haben", wird berichtet.

Die Wohnhäuser konnten schwer beschädigt gerettet werden. Es gelang den Feuerwehren, den Brand auf die Gebäude zu beschränken, die beim Eintreffen der Wehr schon betroffen waren. Weitere Nachbargebäude konnten ohne größere Schäden gehalten werden.

Viele Schaulustige, die allerdings den Einsatz nicht behinderten, waren fassungslos, auch weil hier jeder jeden kennt. Und so konnte einem laut heulenden kleinen Jungen, der seinen Vater vermisste, schnell geholfen werden, ein Nachbar hatte ihn aufgespürt. Überhaupt war die Hilfsbereitschaft groß, man kümmerte sich um die teils unter Schock stehenden Nachbarn.

Sowohl Kreisbrandmeister Berger, der mit Bezirksbrandmeister Adrian Wibel und Emmendingens OB Schlatterer vor Ort war, wie auch Bürgermeister Hagenacker zeigten sich mit der Arbeit der Einsatzkräfte sehr zufrieden. Hagenacker dankte den Helfern und bestätigte, dass alle betroffenen Personen untergebracht seien. Er sei beeindruckt von der spontanen Hilfsbereitschaft der Nachbarn.

Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor. Deswegen soll am Montag ein Sachverständiger eingeschaltet werden. "Die Brandursache ist noch völlig ungeklärt", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Seine Kollegen waren bis gegen 2 Uhr am Samstag früh vor Ort.

Mehr zum Thema: