08-Aufstiegskrimi beginnt am Sonntag

Holger Rohde

Von Holger Rohde

Fr, 01. Juni 2018

Oberliga BaWü

Oberliga-Vizemeister FC Villingen trifft im Heimspiel gegen auf den FC Bayern Alzenau / Am Mittwoch auswärts in Pirmasens.

FUSSBALL-OBERLIGA. Zweites Aufstiegsspiel zur Regionalliga Südwest: FC 08 Villingen – FC Bayern Alzenau (Sonntag, 14 Uhr). Jetzt steht es fest: Das erste Aufstiegsspiel zur Regionalliga Südwest zwischen dem FC Bayern Alzenau (Hessen) und FK Pirmasens (Rheinland-Pfalz) endete gestern 0:0. Das bedeutet, dass die Villinger am Sonntag im Heimspiel auf Bayern Alzenau treffen und am Mittwoch um 18.30 Uhr im wohl alles entscheidenden Auswärtsspiel in Pirmasens antreten müssen.

Personell hatten die Villinger nach acht englischen Wochen zwischen Ostern und Ende Mai mit vielen personellen Engpässen zu kämpfen und setzten mehr als 20 Spieler ein, nun in der wichtigsten Phase der erfolgreichen Saison haben sie wieder mehr Alternativen. Mittelfeldspieler Daniel Wehrle hat gegen Weinheim pausiert und seine Knöchelverletztung auskuriert. "Ich bin am Sonntag dabei", sagt der lauf- und kampfstarke Mittelfeldspieler, der ein wichtiges Puzzleteil in Maric’ Taktik ist. Ein Fragezeichen steht noch hinter Stürmer und Torjäger Nedzad Plavci. Er zog sich im Pokalfinale einen Zehenbruch zu. Doch Cristian Giles (12 Tore) und Benedikt Haibt (13) zeigten zuletzt, dass auf sie Verlass beim Toreschießen ist. Vor allem Haibt ist mit elf Rückrundentreffern der überragende Villinger Angreifer. "Ich will jetzt mit dem Team alles versuchen und unsere tolle Saison als Aufsteiger und Vizemeister mit dem Aufstieg krönen. Wir haben keinen Druck und können befreit aufspielen", sagt der 08-Spieler, der sich körperlich wieder erholt hat. Flügelangreifer Damian Kaminski nähert sich derzeit seiner Topform. Nach seiner langen Verletzungspause im April und Mai wirkt er jetzt wieder spritzig und frisch. Maric hat eine Topoffensive mit vier, fünf herausragenden Spielern. In den 2x90-Minuten der Aufstiegsspiele könnte das ein Vorteil sein, nachdem alle drei Oberliga-Vizemeister eine lange Saison in den Beinen haben. "Ich freue mich jetzt auf diese Vergleiche, dafür arbeitet man ein Jahr lang in der Liga hart und träumt doch wie jeder Fußballer davon, in solchen Endspielen zu stehen. Natürlich müssen wir unsere beste Leistung abrufen, mit so einem schlechten Auftritt wie im Pokalfinale gegen Linx haben wir keine Chance. Aber jeder von uns weiß, worauf es jetzt ankommt", sagt Teyfik Ceylan und strahlt.

Auf die Defensive ist die ganze Runde Verlass gewesen. Villingens Torhüter Christian Mendes hatte mit 31 Gegentoren die beste Abwehr vor sich. Auswärts haben die Nullachter in der Oberliga viele solide Spiele gezeigt. In der Rückserie 2018 haben sie nie mehr als zwei Gegentore in einem Spiel kassiert, sie blieben in elf Begegnungen unbesiegt und haben die imponierende Heimbilanz seit April 2016 mit 38 Heimspielsiegen und nur einer Niederlage bei 112:31-Toren.

Der FC Bayern Alzenau muss sich trotz seiner 50 Auswärtstreffer in dieser Saison in der Hessenliga beim Spiel im Friedengrund warm anziehen.