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09. Februar 2016 06:19 Uhr
Ermittlungserfolg
Handgranate galt Wachpersonal – Polizei: kein fremdenfeindliches Motiv
Ermittlungserfolg im Schwarzwald-Baar-Kreis: Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Handgranaten-Wurf auf ein Flüchtlingsheim in Villingen-Schwenningen vier Verdächtige festgenommen.
"Konflikte zwischen den im Schwarzwald-Baar-Kreis tätigen Sicherheitsunternehmen" sollen der Hintergrund des Handgranatenanschlags von Villingen vor zehn Tagen gewesen sein – und nicht Fremdenhass. Das gaben die Staatsanwaltschaft Konstanz und das Polizeipräsidium Tuttlingen am Dienstagabend per Pressemitteilung bekannt. Sie unterstrichen: Für eine fremdenfeindliche Tat hätten sich "keine Anhaltspunkte" ergeben.
Nach den Festnahmen von Beschäftigten aus dem Sicherheitsgewerbe fordert der Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, Rupert Kubon, Konsequenzen. "Man muss bei der Auswahl der Sicherheitskräfte sehr genau schauen, wen engagiert man da. Aus der Eile und aus der Not heraus hat man offensichtlich nicht die richtigen Leute gefunden." Kubon weiter: "Ich bin sehr froh, dass die Polizei offensichtlich so schnell zu einem Fahndungserfolg gekommen ist." Zugleich sei er erleichtert, dass es sich nicht um einen fremdenfeindlichen Akt handle.
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Wie die Badische Zeitung am Abend aus Ermittlerkreisen außerdem erfuhr, trug die Handgranate wahrscheinlich keinen Zünder, hätte also nicht von sich aus explodieren können. Auch dies lasse eher auf einen "symbolischen Akt von Imponiergehabe oder eine Drohung" schließen als auf einen tatsächlichen Anschlag, sagte ein Beamter. Die Handgranate war in der Nacht vom 29. auf den 30. Januar von der Straße über den Zaun der Aufnahmestelle für Flüchtlinge im Stadtteil Villingen geworfen worden und blieb nahe dem Container des Sicherheitsdienstes liegen. Wie eine spätere kontrollierte Sprengung erwies, enthielt die jugoslawische Militärhandgranate vom Typ M52 Sprengstoff, ein Zünder aber wurde nicht gefunden.
Den vier Männern aus der Region "mit überwiegend osteuropäischem Migrationshintergrund", deren Festnahme die Polizei bekanntgab, werfen die Ermittler Verbrechen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor. Gegen drei von ihnen wurde Haftbefehl erlassen. Die Sonderkommission "Container" habe mit BKA, LKA und dem Verfassungsschutz sehr aufwendig ermittelt und mehr als hundert Personen vernommen. An der Festnahme seien auch Spezialkräfte beteiligt gewesen.
Bundesweit war befürchtet worden, es könne sich um eine neue Eskalation fremdenfeindlicher Gewalt gehandelt haben. Angesichts der vergleichsweise hohen Präsenz rechtsextremer Strömungen in der Region waren viele Beobachter von einem ausländerfeindlichen Hintergrund ausgegangen – auch wenn von Anfang an die These im Raum stand, dass der Angriff gar nicht den Asylsuchenden gegolten haben könnte.
Autor: Stefan Hupka, dpa
29 Kommentare
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Manuel Rosenthal-Schöpflin
Registriert seit: 13.07.2010
Kommentare: 3050
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09. Februar 2016 - 18:48 Uhr
In Folge dieser Erkenntnis sind wohl deutliche Entschuldigungen einiger Medien und Gruppierungen fällig.
Den Medien, insbesondere deren üblichen Vertreter sei geraten, künftig nicht mehr vorschnell zu urteilen! -
Simon Fünfgelt
Registriert seit: 29.05.2015
Kommentare: 47
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09. Februar 2016 - 19:01 Uhr
Die Medien berichten immer vorschnell, normalerweise, stört das auch keinen. Jetzt aber haben manche eine Freude...
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Wolfgang Kempf
Registriert seit: 10.01.2016
Kommentare: 14
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09. Februar 2016 - 19:02 Uhr
Und jetzt? Werden jetzt alle öffentlichen Kommentare zu den vermeintlich "schuldigen" zurückgezogen? Wenn ich an all die staatstragenden Kommentare denke, wird mir schlecht..Die Schwachköpfe, die jetzt verhaftet wurden, werden wohl kaum angemessen für ihren "Unfug" bestraft werden..kein Zünder und wer hat geworfen?..Und dafür der ganze Hype - für Security Konflikte - da darf anscheinend auch nicht jeder jeden bewachen..Lobend muss der Einsatz und der Erfolg der SoKo hervorgehoben werden, das war gute Polizeiarbeit und nicht der Verfassungsschutz.
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Manuel Rosenthal-Schöpflin
Registriert seit: 13.07.2010
Kommentare: 3050
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09. Februar 2016 - 19:12 Uhr
Der Bundesregierung ist die Situation völlig außer Kontrolle geglitten.
Migranten in Parallelgesellschaften bekämpfen und bekriegen sich in unserem Land mit Kriegswaffen, führen ihre Auseinandersetzung der Heimatländer hier fort.
Die Medien nutzen dies um den Deutschen ein schlechtes Gewissen einreden, werfen den Deutschen Rassismus vor und stempeln sie als Nazis ab.
Den rechten Rattenfängern spielt das in die Karten, sie werden von den Medien geradezu gefüttert. -
Hanspeter Hassler
Registriert seit: 05.11.2011
Kommentare: 45
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09. Februar 2016 - 19:16 Uhr
Kawumm .. jetzt ist die Granate doch explodiert!
Jetzt erwarte ich eine Stellungnahme von Herrn Hauser zu seinem Kommentar kurz nach dem Handgranatenattentat. Den er ohne das Ermittlungsergebnis der Polizei abzuwarten hier veröffentlicht hat und der mit ellenlangen Kommentaren danach auch seine Wirkung entfaltete.
Egal wie man zuir Flüchtlingsproblematik steht - es gibt Zündler und Intriganten auf beiden Seiten, erfundene Vergewaltigungen etc. - DAS war journalistischer Schrott und sollte der BZ nicht passieren! -
Michael Riedle
Registriert seit: 05.03.2013
Kommentare: 442
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09. Februar 2016 - 19:17 Uhr
Lustig lustig, nun wird mit mal beklagt man würde zu schnell berichten......am Vortag wird beklagt, es wird von der bösen bösen Presse über dies oder das was man irgendwo gegoogelt hat nicht berichtet.......Wer soll sich denn wofür entschuldigen? Dafür, dass von einigen, rechtsradikale Dumpfbacken hinter dem Anschlag vermutet wurden?..... Na wo bleiben denn die Entschuldigungen zur Thematik der 13 Jährigen Göre aus Berlin. Aber Spass bei Seite, ich erwarte von beiden Seiten keine. Abzuwarten was noch ermittelt wird.
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Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 5897
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09. Februar 2016 - 19:18 Uhr
Soso, diesen Schwachsinn sollen wir nun alle fressen und glauben ???
Hä ?? "Security-Konflikte" ?? Was soll DAS denn sein ??
1.
Kann man nicht mehr deutsch sprechen oder schreiben ?? Von den Migranten wird's unerbittlich verlangt, aber selber ist man sich zu schade, den Begriff "Sicherheitsdienste" zu verwenden;
2.
Handelt es sich bei den Sicherheitsdiensten etwa um Hells Angels vs. Bandidos ???
Dann war die Handgranate wohl deren "Super Bowl"-Touchdown, nicht wahr ??
NeeNeeNeeee, eine scheiß Polizeikommunikation ist das - und womöglich ebenso "von weiter oben" gesteuert, wie die um die NSU oder die erste Neujahrstagsmeldung 2016 in Köln.
Ich glaub' diesen Mist jedenfalls NICHT !!!
Eher glaube ich an den Mord Kennedys durch Lee Harvey Oswald, der nachweislich binnen 6 Sekunden von 3 völlig verschiedenen Seiten aus geballert und auch getroffen hat. -
Frank Ebert
Registriert seit: 10.05.2015
Kommentare: 203
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09. Februar 2016 - 19:39 Uhr
@ Ammar Ulabi
Herr Ulabi, bitte nicht so systemkritisch. Wir wissen doch seit 35 Jahren, dass das Oktoberfestattentat nur, und ausschließlich nur, von Gundolf Köhler verübt wurde. ;) -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 5897
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09. Februar 2016 - 19:40 Uhr
Stibimmt, Herr Ebert. ;-))
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Chris Pfaff
Registriert seit: 12.11.2010
Kommentare: 86
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09. Februar 2016 - 19:43 Uhr
Nachdem über den Vorfall bundesweit berichtet wurde, wäre anzunehmen, dass die Ermittlung der Täter auch bundesweites Medieninteresse findet.
Man darf gespannt sein, wie in den Leitmedien Tagesschau, Focus, Spiegel berichtet wird. Achten Sie darauf ! -
Karl Heidegger
Registriert seit: 29.05.2010
Kommentare: 90
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09. Februar 2016 - 19:56 Uhr
Bitte lesen Sie noch einmal den Kommentar ("Tagesspiegel") von Thomas Fricker am Tag nach dem Vorfall. Sie werden erkennen, dass er sehr abwägend formuliert war und sogar explizit den Satz beinhaltete: "Tatsache ist: Es gibt hier einen oder mehrere Unbekannte, die Zugriff auf Kriegswaffen haben und die willens sind, sie zu gebrauchen – ob gegen Flüchtlinge oder das Wachpersonal sei dahingestellt." http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/handgranatenwurf-in-villingen-schwenningen-signal-der-gewalt
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Heinrich Franzen
Registriert seit: 24.02.2010
Kommentare: 2651
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09. Februar 2016 - 20:07 Uhr
So geht es nicht! Aus gutgemeinten Gründen 4 Verdächtige schützen und gleichzeitig Millionen mit unscharfer Zuordnung als Täter in Frage kommen lassen. https://de.wikipedia.org/wiki/Osteuropa
Ich kenne einen populären (abgelaufenen) Kalender. Der paßt auf diese schlimme Situation. Dessen Titel könnte für die Schnellschließer, Immer- schon-gewußt-Habenden, Aus-gewöhnlich-gut-unterrichter Quelle-im Bilde-Seienden Handlungsmaxime sein kann: Wir spielen Klappe halten... -
Hanspeter Hassler
Registriert seit: 05.11.2011
Kommentare: 45
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09. Februar 2016 - 20:16 Uhr
"Das könnte eine neue Eskalationsstufe rechten Terrors gegen Asylsuchende bedeuten. In jedem Fall ist es eine Drohgebärde voller Gewalttätigkeit. Das Signal "Wir könnten töten, wenn es uns passt" ist deutlich vernehmbar."
Herr Heidegger
Das steht auch in der Kolummne von Herrn Fricker (den ich mit Hr. Hauser verwechselt habe, sorry). Somit war die Richtung schon klar verständlich, in welche Herr Fricker die Gedanken lenken wollte. Ich habe eh des öfteren den Eindruck, daß die Grenze zwischen Nachricht und Meinung in der BZ - Redaktion manchmal fliessend verläuft. Aber mit einer Kolummne begibt sich ein Journalist in den Bereich der Analyse - und das ist ohne geklärte Fakten einfach nicht professionell! -
Wolfgang Kempf
Registriert seit: 10.01.2016
Kommentare: 14
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09. Februar 2016 - 20:20 Uhr
Tja Herr Heidegger, und dann kam der Satz:...Das könnte eine neue Eskalationsstufe rechten Terrors gegen Asylsuchende bedeuten...Ohne diese Anmerkung wäre der Kommentar nicht "zuweisend" gewesen - so aber? Beliebte Methode, im Nebensatz objektiv und dann präziser werdend subtil formuliert..und als "Politische Korrektheit" ..könnte..Ein Schelm, wer böses denkt..Anzünden, aber ich wollte nur heizen - nicht verbrennen..
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Klaus Dold
Registriert seit: 06.11.2013
Kommentare: 210
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09. Februar 2016 - 21:30 Uhr
Zitat: "Konflikte zwischen den im Schwarzwald-Baar-Kreis tätigen Sicherheitsunternehmen" sollen der Hintergrund des Handgranatenanschlags von Villingen vor zehn Tagen gewesen sein – und nicht Fremdenhass.
Motiv: (meine Überlegung) da die Bewachung der Unterkünfte von privaten Firmen durchgeführt wird, würde mich interessieren, was ein Regierungspräsidium für den Auftrag monatlich bezahlt? Sind es 50000 oder gar 100000 Euro für die monatliche Bewachung einer LEA, BEA usw.?
Das dürfte das Motiv sein. Ich stelle als Unternehmer Mindestlohnkräfte ein und sahne selbst erheblich ab. -
Oliver Rosenstock
Registriert seit: 01.11.2009
Kommentare: 1920
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09. Februar 2016 - 23:12 Uhr
Herr Rosenthal-Schöpflin,
bei wem sollen sich die Medien "deutlich entschuldigen"? Bei den lieben Rassisten und Nazis, die so gut wie jede Woche eine Asylbewerberunterkunft in Brand stecken und denen man deswegen auch die Handgranate zugetraut hätte oder bei den AfDs und Pegidas dieser Republik die die Stimmung im Volk so aufgeheizt haben, dass Übergriffe jeden Tag vorstellbar sind?
Wie kommen Sie auf das schmale Brett "Migranten in Parallelgesellschaften bekämpfen und bekriegen sich in unserem Land mit Kriegswaffen, führen ihre Auseinandersetzung der Heimatländer hier fort." Von welchen Migraten und Kriegen in deren Heimatländern sprechen Sie? Steht nicht gerade im Artikel, dass es sich um Berufstätige mit osteuropäischen Wurzeln handelt. Also welche "Auseinandersetzung der Heimatländer"?
Noch absonderlicher wird es bei Ihnen, wenn Sie schreiben: "Die Medien nutzen dies um den Deutschen ein schlechtes Gewissen einreden, werfen den Deutschen Rassismus vor und stempeln sie als Nazis ab." Die große Verschwörungstheorie in der DIE Medien eine gemeinsame Agenda gegen das Volk verfolgen. Ich habe noch nirgend gelesen, dass die Deutschen als Rassisten abgestempelt werden sollen.
Sie scheinen bei Ihren beiden Kommentaren in Ihrer eigenen Welt gefangen gewesen zu sein. -
Thomas Reinacher
Registriert seit: 20.09.2011
Kommentare: 251
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10. Februar 2016 - 06:41 Uhr
aha... Trittbrettfahrer... allerdings ziemlich hirnlos.. die "Security" hat selbst Migrationshintergrund.. kann man auch wieder anfangen zu spekulieren... Osteuropäer.. kennt man doch... betteln die Leute an, brechen in Häuser ein... sammeln illegal Spenden.. schwupps wird eine ganze ethnische Gruppe in Verruf gebracht.. entsprechende "Berichterstattung", und das restliche Volk "schiesst" sich auf Osteuropa ein... und ALLE Securityunternehmen stehen unter Generalverdacht...
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Marco Dietz
Registriert seit: 08.02.2013
Kommentare: 83
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10. Februar 2016 - 07:33 Uhr
Genau, Herr Dold, das ist auch meine Vermutung.
Wie so oft, geht es auch hier ums liebe Geld... -
Gerlinde Wax
Registriert seit: 21.07.2014
Kommentare: 54
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10. Februar 2016 - 10:46 Uhr
Selbst wenn das, was die Staatsanwaltschaft als Ermittlungsergebnis vorstellt, richtig ist, so muß die logische Forderung an die Kommune sein, daß die Rekrutierung von Wachpersonal ein Mindestmaß an politischer Bildung voraussetzen muß. Es ist nicht zu entschuldigen, daß man in der Hektik wohl die falschen Wachpersonen oder die falsche Firma engagiert habe, zumal bekannt ist, daß sich in dieser Branche hie und da gerne Menschen bewerben, die sicih nicht darüber im Klaren sind, was Gewaltanwendung wirklich bedeutet.
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Michael Keller
Registriert seit: 12.03.2012
Kommentare: 1940
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10. Februar 2016 - 10:57 Uhr
Frau Wax,
Sie schreiben:
"Es ist nicht zu entschuldigen, daß man in der Hektik wohl die falschen Wachpersonen oder die falsche Firma engagiert habe"
Vielleicht hab ich's ja überlesen - aber woraus entnehmen Sie, dass ganz konkret in VS der "falsche" Wachdienst oder die "falschen" Wachpersonen beauftragt worden sind, um sodann deren Auswahl zu kritisieren, alle Wachleute unter Generalverdacht zu stellen und künftig Nachweise über ihre Staatstreue zu verlangen? Es war ja hier offenbar gerade die nicht zum Zug gekommene Konkurrenz, die zu kriminellen Mitteln gegriffen hat? Dann hat man doch offenbar alles richtig gemacht? -
Herbert Pfefferle
Registriert seit: 08.08.2009
Kommentare: 328
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10. Februar 2016 - 11:46 Uhr
@Herr Rosenstock:
"Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!", wie damals im "Casablanca", gell?
Es ist schon erschreckend, Herr Rosenstock, wie Schaum vor dem Mund das Hirn ausbremsen kann; früher, heute und sicher auch in der Zukunft.
Zur Erinnerung: Der erste Beitrag am 30. Januar im Forum kam von mir:
http://www.badische-zeitung.de/der-fluch-der-boesen-worte
Ich warnte eindringlich vor vorschnellen, hysterischen Reaktionen.
Er wurde leider von der Mehrzahl der Foristen, die sich in ihrem Weltbild bestätigt sahen, ignoriert. Leider auch von der Mehrzahl der Medien.
Unaufgeregtes und kühles Nachdenken dagegen sowie eine unvorein-genommene Motivsuche hatten Seltenheitswert.
Glücklicherweise hatten sich Polizei und Staatsanwaltschaft hiervon nicht anstecken lassen und sauber und unvoreingenommen ermittelt. Ihnen sei gedankt, alle anderen mögen - falls es ihnen möglich ist - nachdenken. -
Martin Jonaha
Registriert seit: 25.01.2013
Kommentare: 313
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10. Februar 2016 - 12:32 Uhr
Wer sich damals besonders weit aus dem Fenster lehnte war der Freiburger Erzbischof Stephan Burger: "Der Freiburger katholische Erzbischof Stephan Burger hat den Handgranaten-Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen scharf verurteilt. «Es ist letztlich kein Anschlag auf die Flüchtlingsunterkunft, sondern auf Flüchtlinge, auf Menschen, die bei uns Schutz suchen», sagte Burger am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freiburg. «Wer der Meinung ist, unsere Demokratie und den Rechtsstaat oder gar unsere christliche Kultur mit Aggression und perfiden Anschlägen gegen Wehrlose verteidigen zu müssen, zeigt gerade durch sein Handeln, dass er unsere Werte mit Füßen tritt.»"
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Michael Keller
Registriert seit: 12.03.2012
Kommentare: 1940
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10. Februar 2016 - 12:36 Uhr
Und nun, Herr Jonaha?
Wird die Grundaussage des EB durch die neuen Erkenntnisse denn falsch? Wer Anschläge gegen Wehrlose verübt, verrät unsere Werte. Das ist immer noch richtig und wird es immer bleiben. Wenn Sie das anders sehen, haben Sie ein erhebliches Problem.
Der evtl. fehlende fremdenfeindliche Hintergrund der konkreten Tat in VS kommt bestenfalls den dortigen Tätern zugute. Nicht aber sonstigen Tätern, die sich aus Haß an wehrlosen Flüchtlingen vergreifen. Soll sich denn nun jeder bei den vier Kriminellen entschuldigen, der den zunächst unbekannten Tätern anfänglich auch fremdenfeindliche Motive unterstellt hat? No way.
Sorry not sorry. -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 5897
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10. Februar 2016 - 13:00 Uhr
Jaja, Pfefferle,
und wenn wir alle so gründlich wie Sie nachgedacht haben, dann gibt's auch wieder den Weihnachtsmann und den Osterhasen.
Inzwischen schauen wir alle Großstadtrevier, SOKO Buxtehude, Hafenkante und Tatort, um das Bild unserer aller Freunde und Helfer allzeit vertrauensstiftend, kompetent, aufrichtig, rechtschaffend und dabei noch soooooo sympathisch hoch zu halten. Wie man das bei einer monopoli(zi)stischen Gewaltinhaberschaft eben gefälligst zu machen hat.
Über Ihre Ihnen zu Kopf gestiegene, uneingeschränkte Ergebenheit lacht sich der Verfassungsschutz einen ab - weil's bei Ihnen ja so super funktioniert.
Vielleicht erzählen Sie uns ja nächste Woche mehr davon, wie toll man "seine" Probleme löst, wenn man z.B. einen Besucher, den man bei sich nicht haben will, dahingehend angeht, indem man mit dem Rohrstock sein eigenes Kind oder seinen eigenen Hund vor dessen Augen bis aufs Blut züchtigt. Offiziell habe man dem Besucher dann ja überhaupt nichts wollen, nicht wahr ? -
Frank Blument
Registriert seit: 10.02.2016
Kommentare: 1
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10. Februar 2016 - 13:03 Uhr
Das ist ein Skandal! Da werden kurz nach dem Vorfall Patrioten auf das Übelste diskreditiert. Es wird von der Staatsanwaltschaft ("Wir gehen mit Sicherheit von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus.") und von fast allen Medien und der Politik gelogen und gehetzt, dass es schlimmer nicht geht. Wo bleiben die Entschuldigungen?
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Herbert Pfefferle
Registriert seit: 08.08.2009
Kommentare: 328
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10. Februar 2016 - 13:32 Uhr
@Ammar Ulabi™
Gründliches Nachdenken scheint ja wirklich nicht Ihre Stärke zu sein, wenn Sie einen solchen, sich im Gehirn abspielenden, Vorgang auf Naivität und Ergebenheit zurückführen.
Also lieber erst mal Verdächtige verbrennen, erschießen oder tatschlagen. Die Wahrheit wird sich dann schon noch finden. -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 5897
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10. Februar 2016 - 14:02 Uhr
"Also lieber erst mal Verdächtige verbrennen, erschießen oder tatschlagen. Die Wahrheit wird sich dann schon noch finden."
Und was soll DAS bitteschön jetzt sein ?
"IHRE" Phantasie oder bloß "IHR" Schaum vor Ihrem Mund ?
Ach nee, weder-noch, gell ?
Sicherlich bloß das Ergebnis IHRES gründlichen Nachdenkens - und ein bestechendes "Tat"schlagargument obendrein. -
Gerlinde Wax
Registriert seit: 21.07.2014
Kommentare: 54
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10. Februar 2016 - 14:06 Uhr
Herr Keller, Sie können von der Palme wieder runterkommen, jedenfalls was meinen Beitrag betrifft: Ich beziehe mich auf die zitierten Worte des OB Kubon, und im Prinzip verstärke ich das noch. "Nachweis über Staatstreue" kommt definitiv von Ihnen - ich würde vorziehen, den Nachweis über eine entsprechende Ausbildung zu verlangen. Und der "Generalverdacht" ist ebenfalls Ihre eigene Gedankenkonstruktion, trifft aber hier nicht zu, weil "hie und da" genau das Gegenteil ausdrückt. Wer von welcher Security-Firma gewesen sein soll, wurde im Artikel nicht erwähnt, ist aber in Bezug auf meine Aussage unerheblich.
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Michael Keller
Registriert seit: 12.03.2012
Kommentare: 1940
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10. Februar 2016 - 16:30 Uhr
Frau Wax,
ich bin gar nicht auf der Palme - jedenfalls nicht bei/wegen Ihnen. Ich hatte es tatsächlich überlesen, frage mich nun aber erst recht, was der BM damit gemeint haben könnte. Klingt nicht gerade nach einem zufriedenen Auftraggeber und weckt Zweifel an der Eignung der eingesetzten Mitarbeiter.
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