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09. Februar 2012

Die feinen Nuancen der Weinaromen

Lehrer der Wilhelm-Hildenbrand-Schule nahmen an einem Weinsensorikseminar in Breisach teil.

  1. 30 verschiedene Weinaromen sollten die Teilnehmer beim Weinseminar im Badischen Winzerkeller erschnuppern. Foto: herbert trogus

BREISACH / VOGTSBURG-OBERROTWEIL (htr). Das Lehrerkollegium der Wilhelm-Hildenbrand-Werkrealschule aus Oberrotweil und der Oberbergener Eugen-Biser-Schule, die sich auch mit dem von Maria Wagner geleiteten Schulweinprojekt befasst, besuchte jüngst ein Weinsensorikseminar im Badischen Winzerkeller in Breisach. Geleitet wurde das Seminar von Heinz Trogus, dem früheren Vorstandsmitglied der Genossenschaftskellerei.

In seinem Vortrag ging Trogus auf die Vielfalt der Aromen im Wein und die geschmacklichen Inhaltsstoffe ein. Er erläuterte, wie der Mensch Aromen erfasst und riecht und woher die Weinaromen kommen. Um die Duftstoffe zu erkennen, sei regelmäßiges Training erforderlich.

Das Seminar war in drei Teilen gegliedert. Zunächst ging es um das Erfassen und Erkennen der Aromen. Unterschieden wird zwischen primären, sekundären und tertiären Aromen. Die primären Aromen kommen von den Trauben, die sekundären werden während bei der Gärung gebildet und die tertiären entstehen während der Lagerung. Sie seien zum Beispiel in Barriqueweinen zu finden, erläuterte Trogus.

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In einer Übung durften die Teilnehmer verschiedene, speziell hergestellte Aromen riechen. 30 der über 1000 bekannten Weinaromen, die sich in schwarzgefärbten Gläsern befanden, sollten sie erkennen, darunter auch Kirsche, Nelken und Tabak.Wichtig sei es, dass man bei einer sensorischen Prüfung in guter körperlicher Verfassung sei, erklärte Trogus.

Danach wurden die Seminarteilnehmer aufgefordert, ihre Fähigkeit zur Geschmacksdifferenzierung zu testen. Der Mensch kann mit seiner Zunge nur 4 Geschmacksunterschiede schmecken. Die Teilnehmer sollten aus verschieden konzentrierten wässrigen Geschmacklösungen die Geschmackstoffe, süß, salzig, sauer und bitter bestimmen und in einer Rangfolge einordnen.

Bei einer kleinen Weinprobe wurde dann das Gelernte umgesetzt. Die Teilnehmer sollten die Weine nach Farbe, Geruch und Geschmack beschreiben. Im Namen der Seminarteilnehmer bedankte sich Sebastian Ruf, Rektor der Wilhelm-Hildenbrandschule, bei Heinz Trogus.

Autor: htr