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11. August 2008 16:51 Uhr
1400 Zuschauer in Oberbergen
Flotte Flitzer beim Kaiserstühler Seifenkistenrennen
Das haben die Organisatoren nicht erwartet: 1400 Zuschauer kamen zum 1. Kaiserstühler Seifenkistenrennen in die Weinberge von Oberbergen. Und bereuten ihr Kommen nicht. Denn es gab spannende Rennen zu sehen.
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Gerhard Strack war mit seinem Wagen immer wieder als "Streckentaxi" unterwegs und zeigte die Strecke aus der Fahrerperspektive. Foto: Benjamin Bohn
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Der fahrende Hexenkessel von Carmen Bengel wurde von den Zuschauern zum originellsten Gefährt gewählt. Foto: Benjamin Bohn
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Rasant ging es für die Seifenksiten die Straße hinunter. Foto: Benjamin Bohn
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Gerhard Strack war mit seinem Gefährt auch als Streckentaxi unterwegs. Foto: Benjamin Bohn
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Die Strecke des Seifenkistenrennens war von den rund 1400 Zuschauern gut besucht. Foto: Benjamin Bohn
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Die Strecke des Seifenkistenrennens war von den rund 1400 Zuschauern gut besucht. Foto: Benjamin Bohn
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Vor dem Start ist die Anspannung noch groß. Foto: Benjamin Bohn
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Vor dem Start ist die Anspannung noch groß. Foto: Benjamin Bohn
Das 1. Kaiserstühler Seifenkistenrennen in Oberbergen endete mit einem Heimsieg. Lokalmatador Manuel Nutto aus Schelingen gewann vor 1400 begeisterten Zuschauern den ersten Bassgeigen-Pokal. Rund 90 Fahrer lieferten sich bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen spannende Wettbewerbe.
Fast 60 Stundenkilometer würde der Tacho von Nuttos Seifenkiste im Durchschnitt anzeigen – vorausgesetzt, sie hätte einen. Sonst ist der selbst gebaute Wagen technisch gut ausgestattet. "Jedes Rad hat eine separate Trommelbremse", erklärt der junge Fahrer und zeigt auf die vier Räder seines Rennwagens, dessen metallic-blaue Aluminiumverkleidung in der Sonne glänzt. Seine Seifenkiste hat gerade einmal 5 Zentimeter Abstand zum Boden und liegt damit gut in den Kurven.
Das ist auch notwendig, denn die Veranstalter haben für den Wettkampf eine rund ein Kilometer lange Strecke im Gewann "Bassgeige" unterhalb der Kaiserstühler Mondhalde ausgesucht, die mit ihren schwierigen Kurven und unterschiedlich starkem Gefälle von den Fahrern nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Geschick verlangt.
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Aber auch der weniger schnittige Wagen von Gerhard Strack aus Oberbergen war ein echter Hingucker. Sein Gefährt, das auch als "Streckentaxi" unterwegs war, hob sich durch seine ungewöhnliche Form von der gängigen Seifenkiste etwas ab. Der ehemalige Amateurrennfahrer nahm in seinem Wagen, der Platz für 4 Personen bot, auch mutige Fahrgäste mit. "Der Unterbau ist von einer 2 CV Ente und die Hinterachse von einem VW Polo, wegen der Bremse", schildert er. "Und die Sitze habe ich aus einem alten Opel ausgebaut."
Kommentiert wurde der Wettkampf von Rennsprecher Fritz Ipser, der über mehrere Lautsprecher auf der gesamten Strecke zu hören war. Für die Sicherheit sorgte neben den Streckenposten der Oberbergener Feuerwehr auch das Rote Kreuz. Doch glücklicherweise mussten keine schlimmeren Verletzungen behandelt werden.
"Wir sind alle zufrieden, dass das Rennen ohne größere Zwischenfälle abgelaufen ist", betont Mitorganisator Fridolin Baumgartner, als die letzte Seifenkiste über den Zielstrich fährt. Auch Hubert Nutto, der für die Rennstrecke zuständig war, ist froh, dass es bis auf ein paar kleine Dreher keine schlimmeren Unfälle gegeben hat. "Es ist klar, dass im nächsten Jahr wieder ein Rennen bei uns stattfinden wird", ergänzt er. Optimal wäre es, wenn der Wettbewerb über ein ganzes Wochenende hinweg veranstaltet werden könnte. Dann würde man bei den Rennläufen nicht so unter Zeitdruck stehen.
Europameister Gregori Horodynski aus Frankreich konnte leider nicht, wie zunächst angekündigt, an den Start gehen. Er habe Probleme mit den Bremsen an seinem Wagen gehabt, sagte Nutto.
Vogtsburgs Bürgermeister Gabriel Schweizer, der Schirmherr der Veranstaltung war, ließ es sich hingegen nicht nehmen, bei der Preisverleihung dabei zu sein. "Es gibt heute viele Sieger, aber die eigentlichen Gewinner sind die Veranstalter dieses Rennens, die Touristik Oberbergen und der Weißburgunder- Stammtisch 2002", lobte der Schirmherr. Dies zeige die überwältigende Resonanz. "Es wird wohl nicht das letzte Rennen sein", betonte er. Auf der Strecke, die viele Fahrer begeisterte, könne vielleicht sogar einmal eine deutsche oder eine europäische Meisterschaft stattfinden.
Gestartet wurde in 2 verschiedenen Klassen und nach Jahrgängen getrennt. Während es in der Rennklasse um die Schnelligkeit ging, wurde in der offenen Klasse der Fahrer ausgezeichnet, der nach 2 Läufen die geringste Zeitdifferenz zwischen beiden Rennen hatte.
Gewonnen haben in der Rennklasse folgende Fahrer: Jahrgang 1999 bis 2002: Lilly Morawczik aus Buggingen; Jahrgang 1995 bis 1998: Niklas Brenner aus March; Jahrgang 1991 bis 1994: Marco Nutto aus Schelingen; Jahrgang 1909 bis 1990: Andreas Kuderer aus Kappelwind-eck; offene Klasse: Jahrgang 1997 bis 2002: Daniel Segebarth aus Oberbergen; Jahrgang 1991 bis 1996: Niklas Brenner aus March und Jahrgang 1909 bis 1990: Marcel Scherer aus Oberbergen.
Außerdem wurde der beste Kaiserstühler Fahrer in der offenen Klasse, Marcel Scherer aus Oberbergen, ausgezeichnet. Den "fahrenden Hexenkessel" von Carmen Bengel aus Oberrotweil wählten die Zuschauer zur originellsten Seifenkiste und der Bassgeigen-Pokal für die schnellste Zeit ging an den Schelinger Manuel Nutto, der für die rund ein Kilometer lange Strecke gerade einmal 1 Minute und 4 Sekunden brauchte.
Autor: Benjamin Bohn


