Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

23. März 2015 18:44 Uhr

Einweihung

Idylle in den Reben: "Köpfers Steinbuck" in Bischoffingen eröffnet

Vor einem halben Jahr war das Areal noch fast völlig mit Hecken zugewachsen – jetzt wurde "Köpfers Steinbuck" in Bischoffingen neu eröffnet. Was erwartet den Gast in dem Hotel-Restaurant?

  1. „Köpfers Steinbuck“ hat in Bischoffingen neu eröffnet. Foto: Gerold Zink

  2. Zur Eröffnung von „Köpfers Steinbuck“ kamen rund 200 Gäste nach Bischoffingen. Foto: Gerold Zink

  3. „Köpfers Steinbuck“ hat in Bischoffingen neu eröffnet. Foto: Gerold Zink

  4. „Köpfers Steinbuck“ hat in Bischoffingen neu eröffnet. Foto: Gerold Zink

Gutes Ende einer langen Geschichte
Das idyllisch mitten in den Reben gelegene Haus bietet über 100 Sitzplätze und 19 modern eingerichtete Zimmer. Mit der Renovierung von Gaststube, Küche, Gästezimmer und vor allem der Außenanlage hat eine wechselvolle Geschichte jetzt doch noch ein gutes Ende gefunden. Einst gehörte das Gebäude dem Handelshaus Bischoffingen, das eng mit der Winzergenossenschaft Bischoffingen verwoben ist. Zwischenzeitlich war der frühere Bahlinger Unternehmer Hans-Peter Männer Eigentümer.

Er wollte zunächst ein großes Hotel auf dem 49 Ar großen Gelände bauen. Nachdem seine Pläne gescheitert waren, verkaufte er das Anwesen im Oktober vergangenen Jahres an Christina und Stephan Köpfer, die bislang in Schelingen das Gasthaus "Sonne" mit großem Erfolg geführt haben.

Mit viel Engagement und der Hilfe zahlreicher Freunde verwandelten sie das fast völlig mit Hecken zugewachsene Areal binnen eines halben Jahres in ein ansehnliches Anwesen mit einer schmucken Außenanlage. Kaufpreis und Investition ergaben zusammen einen höheren sechsstelligen Betrag.

Werbung


Im Restaurant gibt es 110 und auf der vergrößerten Terrasse noch einmal 60 Sitzplätze. "Die gehobene ’Sonnen’-Küche gibt es jetzt im ’Steinbuck’", sagt Stephan Köpfer. Er will sowohl ambitionierte Menüs mit regionalen Zutaten für Gourmets als auch traditionelle badische Gerichte anbieten.

"Wir wären gerne in Schelingen geblieben, aber wir hatten dort keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten", sagte das Wirtsehepaar bei der Eröffnung. Die Zahl der Mitarbeiter wurde auf 12 Festangestellte und einige Aushilfen fast verdreifacht.

"Ein Glücksfall für Vogtsburg"
"Ein Traum wird wahr", sagte Vogtsburgs Bürgermeister Gabriel Schweizer, der die Glückwünsche der Stadt überbrachte. Für Vogtsburg sei es etwas ganz Besonderes, wenn sich für einen gastronomischen Betrieb eine neue Perspektive eröffne. Solche Vorzeigebetriebe seien für den Tourismus und die Weinwirtschaft der Region sehr wichtig. Den Wechsel von der "Sonne" in Schelingen zum "Steinbuck" in Bischoffingen bezeichnete der Rathauschef als "mutigen Schritt" und als "Glücksfall für Vogtsburg". Verwaltung und Gemeinderat hätten ihr Bestes getan, "um diesem einmaligen Standort eine Zukunftsperspektive zu geben".

Peter Ehrhardt, Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Freiburg-Land, erinnerte daran, dass viele traditionelle Wirtshäuser in den letzten Jahren geschlossen wurden. "Umso mehr freut es mich, dass der ’Steinbuck’ wieder öffnet und auch die ’Sonne’ in Schelingen offenbleibt", betonte er. Für die heimische Gastronomie sei es wichtig, solche Aushängeschilder zu haben. "Ein tolles Haus an einem tollen Ort", lautete sein Fazit.

Die "Sonne" bleibt offen
Nachdem die Pfarrer Werner Häfele und Claus Trost Gottes Segen für das Haus erbeten hatten, lobte der Schelinger Weingutsbesitzer Thomas Schätzle den fairen Umgang der Köpfers mit den Winzern. Der Oberbergener Gastronom und Weingutsbesitzer Fritz Keller bezeichnete die jetzt gefundene Lösung als "die beste, die es für den ’Steinbuck’ gibt". Zum Glück seien die jungen Wirtsleute dem Kaiserstuhl treu geblieben.

Die "Sonne" in Schelingen wird künftig von Stephan Köpfers Vater Otto und von Andrea Schill geführt. Die Küche wird badisch-traditionell sein.

Mehr zum Thema:

Autor: Gerold Zink