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12. Juli 2011 12:37 Uhr
VOGTSBURG-BURKHEIM / LENGGENWIL
Musikerinnen aus Burkheim spielten in der größten Frauen-Blasmusik der Welt
Acht Musikerinnen der Burkheimer Stadtkapelle trugen jüngst zum Gelingen eines Weltrekordversuchs bei. Gemeinsam mit 1338 weiteren Musikantinnen spielten sie in Lenggenwil bei der "größten Frauen-Blasmusik" der Welt mit.
Den Rekordversuch initiierte der Lenggenwiler Musikverein anlässlich seines 50-jährigen Bestehens. "Wir sind durch die Januarausgabe des Blasmusikheftes darauf aufmerksam geworden und haben uns gleich angemeldet", betonte Anke Müller. Die Vorsitzende der Burkheimer Stadtkapelle reiste dann gemeinsam mit Verena Jäger, Lisa Thoma, Tina Zwigart, Annika Müller, Katrin Schneider, Britta Geiser und Lena Thoma in die Schweiz zum Weltrekordversuch.
Namentlich erwähnt werden die Acht nun zwar nicht im Guinnessbuch der Weltrekorde, trotzdem sind die 8 Musikerinnen stolz darauf, dabei gewesen zu sein. "So etwas muss man als Musiker oder Musikerin einfach mal erlebt haben", betonte Anke Müller.
1346 Frauen spielten gemeinsam den Marsch "Gruß aus Lenggenwil" von Hansulrich Lüthi. Dirigentin Anne Britt Hermansen agierte dabei in weißen Handschuhen auf einer Hebebühne, damit alle Musikerinnen sie sehen konnten. Schließlich erklang noch die "Südböhmische Polka" und der Weltrekord war geschafft. "Es war ein traumhaftes Gefühl, mit 1346 Musikerinnen auf einem so großen Platz gemeinsam zu musizieren", berichtete Müller.
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Damit hat der Musikverein Lenggenwil den Weltrekord der "größten Frauen-Blasmusik", den bislang Ziegelbach bei Bad Wurzach in Deutschland hielt, geknackt. Allerdings sehr knapp, denn nur neun Frauen mehr waren in Lenggenwil vor Ort. Ein Glück für die Schweizer, dass die acht Musikerinnen aus Burkheim gekommen waren, sonst wäre es noch knapper geworden.
Der nächste Weltrekordversuch findet im kommenden Jahr in St. Gallen statt. Auch das könnte wieder ein Ziel für die Burkheimer Musikerinnen oder vielleicht sogar für die gesamte Stadtkapelle sein, unterstrich die Vorsitzende der Kapelle. Das Orchester könnte beispielsweise zum Frühschoppen oder Nachmittagskonzert spielen.
Aus musikalischer Sicht seien die männlichen Musiker jedoch in der Schweiz nicht vermisst worden, alle Instrumente seien reichlich vertreten gewesen, erinnerte sie sich. Wäre so ein Weltrekord nicht auch mal was für Burkheim oder Vogtsburg? "Es wäre mit Sicherheit eine sehr große Herausforderung für unsere Gemeinde, auch der Planung und Vorbereitung wegen", ist sich Müller sicher. Eine besondere Belohnung beim Rekordversuch erhielten die "Breisgauperlen", die mit 50 Musikantinnen die größte Anzahl an Frauen stellten.
Die musikbegeisterten Damen aus Südbaden bedankten sich mit dem Marsch "Hoch Badnerland". Dabei stimmten natürlich auch die Burkheimerinnen mit ein und brachten so ein bisschen Badener Lokalkolorit in die Schweiz. "Unsere Haare an den Armen standen zu Berge, solch ein Glücksgefühl war das", betonte die Vorsitzende abschließend.
Autor: Benjamin Bohn
