Volleyball 2. Bundesliga Frauen

Der perfekte Start für den VC Printus Offenburg

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Sa, 13. Januar 2018 um 22:24 Uhr

Volleyball

Für den Tabellenführer VC Printus Offenburg begann das neue Jahr, wie das alte geendet hatte: mit einem Erfolg. Beim 3:0 sah der MTV Stuttgart II am Samstag kein Land in der Ortenau.

Neues Jahr und gleich eine neue Situation. Der personell eh nicht üppig ausgestattete Kader des VC Printus Offenburg musste am Samstag gleich auf zwei Akteurinnen verzichten. Nele Iwohn wurde seit Dienstag von einem Virusinfekt, Lisa Solleder von muskulären Problemen im Rücken geplagt. Erstere meldete sich am Samstag zum Vormittagstraining zurück. Aber mit Ball hatte sie bis zum Spiel nicht gearbeitet – und so bleib sie auf der Bank. Lisa Solleder, mit 33 Jahren die älteste Akteurin im Kader, musste wegen unsicherer Diagnose pausieren.

Trainer Florian Völker sprach angesichts der neuen Situation vor dem Spiel, noch wisse er nicht, was später auf das Feld gezaubert werde. Und ein klein wenig hatte es mit Zauberei zu tun, auch wenn sich auf den ersten Blick nicht viel geändert hatte. Die Stammsechs zeigte sich kaum verändert. Für Nele Iwohn, die es zumindest auf den Spielberichtsbogen geschafft hatte, griff Alexandra Bura gegen ihre ehemaligen Vereinskolleginnen aus der Landeshauptstadt an. So war es kein Wunder, dass die Offenburgerinnen eine Weile brauchten, um den Zugang zur Partie zu finden.

Vor allem beim Block gegen die Diagonalangreiferinnen passte die Abstimmung kaum. Auf der Feldhälfte des Tabellenführers waren es zwei Spielerinnen, die mit überzeugenden Aktionen die frühe Wende vorbereiteten. Molly Karagyaurov mit ausgesprochen klugen und platzierten Schlägen sowie Pia Leweling. Die ehemalige Juniorennationalspielerin klärte die Situation mit machtvollen Angriffen und durfte sich zu Recht über die Auszeichnung als beste Akteurin ihres Teams feiern lassen. So war das 8:8 die Endstation der Hoffnung für die Bundesligareserve, die spätestens beim 15:10 nicht mehr an einen eigenen Erfolg glaubte. Mit 25:12 war Satz eins nach kaum 20 Minuten entschieden.

Die Offenburgerinnen sind auf allen Positionen zu stark

Im zweiten Durchgang gab es für das Nachwuchsteam des Bundesligisten die Erkenntnis, dass auch gegen den personell geschwächten Tabellenführer kein Kraut gewachsen war. Hinzu kam eine Kulisse von rund 500 Fans, die in den wenigen prekären Situationen zum Satzanfang dem eigenen Team den Rücken stärkte. Vom 6:5 führte eine Aufgabenserie von Taylor Brisebois beim 11:5 fast schon zu einer Vorentscheidung. Aber plötzlich verlor das Völker-Sextett den spielerischen Faden. Eine Auszeit beim 13:10 brachte den Ortenauerinnen die Konzentration zurück. Beim 17:10 waren die Weichen in Richtung Satzerfolg gestellt, der mit dem 25:11 erneut deutlich ausfiel.

Auch der dritte Satz bestätigte wie die Durchgänge zuvor die hohe Qualität der Offenburger Aufschläge. Durch die Reihe hatten Richarda Zorn und Co. auf diesem Gebiet Vorteile, die sich zum spielentscheidenden Plus addierten. Dem Druck des Service erlag über weite Strecken das Stuttgarter Aufbauspiel. Und dennoch nahm dieser Satz den knappsten Verlauf an diesem Abend. Auf Offenburger Seite war dies nachlassender Konzentration geschuldet. 11:8 war der Zwischenstand, der Trainer Florian Völker zu mahnenden Worten an der Seitenlinie veranlasste. Erneut fanden seine Tipps positiven Niederschlag bei den Akteurinnen. Mit dem 25:15 war der Abend mit dem Wunschergebnis beendet.

AM kommenden Samstag hat der Verein zusammen mit seinem Namenssponsor ein besonders Bonbon bereit. Gegen den VCO Dresden gibt es freien Eintritt für alle.