Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

09. Juli 2012

Volleyballer mit breiter Brust nach London

Deutsches Team holt sich Selbstvertrauen in der Weltliga.

  1. Max Günthör versucht, den US-Amerikaner David Lee zu blocken. Deutschland siegt 3:2. Foto: DPA

SOFIA (sid). Im Endspiel um den Jackpot von einer Million US-Dollar (814 000 Euro) waren die deutschen Volleyballer nur Zuschauer, bei den Schmetterkünstlern überwog nach ihrer ersten Teilnahme an der Weltliga-Endrunde dennoch die Freude. "Wir haben jede Erwartung übererfüllt. Wir sind noch immer auf Wolke sieben", sagte Bundestrainer Vital Heynen.

Zwar konnte selbst ein völlig unerwarteter Erfolg gegen Olympiasieger USA (3:2) wegen einer Niederlage gegen Gastgeber Bulgarien (1:3) das Vorrunden-Aus nicht verhindern, aber Platz fünf in Sofia brachte neben 61 000 Euro Preisgeld die mit Abstand beste deutsche Platzierung in der 23-jährigen Weltliga-Geschichte. "Wir haben in der World League von 14 Spielen elf Spiele gewonnen, das ist unglaublich", sagte Heynen. Vor allem mit Blick auf Olympia in London (27. Juli bis 12. August) weckt die Leistung Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden beim Jahreshöhepunkt. Doch Heynen, erst seit vier Monaten im Amt, dämpft die Euphorie: "Wir sind eine der am schlechtesten vorbereiteten Mannschaften für London. Das liegt aber nicht am DVV oder anderen Dingen, sondern schlicht am Spielplan." Gerade neun Tage würden für die spezielle Vorbereitung auf die Sommerspiele bleiben. Und obwohl viele Leistungsträger seit September 2011 fast ununterbrochen und ohne Urlaub am Spielbetrieb teilnehmen, will die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) die hohe Belastung nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir versuchen, aus dieser Situation das Beste zu machen", sagte der Belgier.

Werbung

Autor: sid