Von Tür zu Tür für Segen und Spenden

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Von hbl

Sa, 12. Januar 2019

Waldkirch

Buchholzer, Kollnauer und Waldkircher Sternsinger erfreuten beim Abschlusssingen / Dank vom Diakon an sie und die Bevölkerung.

WALDKIRCH (hbl). Die Sternsingeraktion in Waldkirch wurde mit einem schönen und würdigen Abschlusssingen auf dem Marktplatz beendet. Unter der Federführung von Diakon Christoph Gairing waren Sternsinger aus Buchholz, Kollnau und Waldkirch mit dabei und trugen ein letztes Mal das Lied und ihre Texte vor.

Vormittags und am Abend zuvor gab es Gottesdienste mit den Sternsingern, wobei auch Salz und Wasser geweiht wurden. In der St.-Margarethen-Kirche lobte der neue Waldkircher Pfarrer Thomas Braunstein die Aktion: "Klasse, dass es diesen Brauch gibt". Vier Tage lang seien die Kinder unterwegs gewesen, um den Segen und die Botschaft von der Geburt Jesu in die Häuser zu bringen. Dafür gebühre ihnen genauso wie den Personen im Hintergrund der Dank. Nach dem Sternsingerlied am Ende der Eucharistiefeier erhielten sie von den Gottesdienstbesuchern kräftig Applaus.

Auf dem Marktplatz war das traditionelle Abschlusssingen angesagt, das von Diakon Christoph Gairing sowie von Messner Benedikt Bayer und Andreas Kamm mit der Technik vorbereitet wurde. Gairing begrüßte als Gesamtkoordinator der katholischen Seelsorgeeinheit die Sternsinger aus der Stadt. Diese hatten zuvor tagelang die friedliche Botschaft von der Geburt des Jesuskindes verkündet und gleichzeitig Spenden für notleidende und in diesem Jahr speziell für behinderte Kinder gesammelt; als Beispielland diente Peru. Es sei bewundernswert, dass die Jungs und Mädchen aus allen Ortsteilen ihre Schulferien für diesen Zweck geopfert hätten. Doch trotz mancher Entbehrungen habe es ihnen Freude bereitet und sie hätten dabei die Erfahrung gemacht, dass man in der Gruppe auch etwas für andere Kinder und für die Menschen tun könne. Die Sternsingeraktion sei somit auch eine Art Lebensschule für die heranwachsenden Kinder. Christoph Gairing hob die positiven Rückmeldungen in Gesprächen und Mails hervor. Nur ganz, ganz wenige Beanstandungen seien zu verzeichnen gewesen. Deshalb sprach er auch der Bevölkerung den Dank aus, dass die als Heilige Drei Könige gekleideten Sternsinger in den Häusern freundlich und herzlich aufgenommen wurden. Einige Kinder berichteten am Mikrofon.

Nach dem Vortragen der Fürbitten durch eine Gruppe sangen die Sternsinger unter der festlichen Weihnachtsbeleuchtung auf dem Marktplatz abschließend das Waldkircher Sternsingerlied und sammelten ein letztes Mal mit ihren Sammelbüchsen Spenden für die notleidenden Kinder. Insgesamt kamen über 33 000 Euro zusammen (über die Ergebnisse der einzelnen Pfarren im gesamten Elztal wird die BZ berichten, sobald sämtliche Ergebnisse vorliegen).

Dankbar war man hier auch der Kolpingfamilie. Das Weihnachtsliedersingen der Kolpingfamilie Waldkirch in der St.-Margarethenkirche erbrachte einen Spendenerlös von 864 Euro, die je zur Hälfte der Sternsingeraktion und dem Kinderhospital Bethlehem gestiftet werden. Über den großartigen Besuch des Weihnachtsliedersingens und die großzügigen Spendengelder zeigten sich von der Kolpingfamilie Waldkirch die Vorsitzende Annette Weigand und Walter Uhl von der Seniorengruppe hoch erfreut: "Mit solch einem Ergebnis haben wir nicht gerechnet". Die Sternsingerkoordinatoren Christoph Gairing und Cornelia Bleyer bedankten sich bei der Kolpingfamilie für die Initiative und die großzügige Spende. Die zweite Hälfte mit 432 Euro wird an die Kinderhilfe Bethlehem im Deutschen Caritasverband überwiesen. Verwendet wird die Spende für das Kinder Hospital in Bethlehem, in dem jährlich 50 000 Babys und Kinder ambulant und stationär behandelt werden.