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01. Oktober 2013

Vorerst keine Konkurrenz

Nach der Schulentwicklungskonferenz sind zunächst keine Schulschließungen zu befürchten.

  1. Die Überlegungen zu der Zukunft der Schulen ist keine Rechnung mit vielen Unbekannten. Nur lassen die Schülerzahlen oft kein gewünschtes Ergebnis zu – es werden immer weniger. Foto: dpa

HOCHSCHWARZWALD. Wie geht es weiter mit den Schulen in Freiburg und den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald ? Die Schulentwicklungskonferenz war der Auftakt für die regionale Schulentwicklung. Die gute Nachricht für den Hochschwarzwald: Weitere Schulschließungen stehen wohl nicht an. Auch die Entscheidung über die erste Gemeinschaftsschule in der Region, die in Lenzkirch entstehen könnte, wird wohl bald getroffen werden.

Schüler sind ein knappes Gut und sie werden knapper. Bis zum Jahr 2025 sollen die Schülerzahlen in Baden-Württemberg um etwa 20 Prozent fallen. Im ländlichen Raum dürfte die Zahl noch höher liegen, glaubt Manfred Voßler, der Direktor des Freiburger Schulamtes. Bei der Schulentwicklungskonferenz sollte auch untersucht werden, welche Auswirkungen Änderungen bei Schultypen auf Nachbargemeinden haben. So wird es wohl bald Sondierungsgespräche mit dem Schulamt und den Vertretern von Lenzkirch sowie der beiden großen Schulstandorte, Titisee-Neustadt und Löffingen und weiteren Gemeinden geben. Grund ist der Antrag Lenzkirchs auf die Gemeinschaftsschule. Lenzkirch ist nach der Einschätzung Voßlers pädagogisch gut aufgestellt.

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Gemeinschaftsschule in Neustadt

Der Antrag steht und fällt wohl mit der Schülerzahl. In den Sondierungsgesprächen wird es auch um die Schülerströme gehen, also um die Frage, wohin Schüler einer Gemeinde pendeln, die keine eigene Schule hat. Der Termin für die Gespräche steht allerdings noch nicht fest.

Auch die Hebelschule in Neustadt hat Anfang August den Anstoß dazu gegeben, über die Entwicklung zur Gemeinschaftsschule zu diskutieren. Aus Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Form der Werkrealschule könnte auch in Neustadt der Weg der Gemeinschaftsschule eingeschlagen werden. Beim Schulamt liegt allerdings noch keine Bewerbung dafür vor. Der Gemeinderat soll erst mit den Beratungen darüber beginnen. Direkte Konkurrenz wäre ein solcher Neustädter Antrag laut Voßler nicht für Lenzkirch. Zumindest nicht direkt.

Denn die Neustädter Schule bräuchte nach Voßler wohl "pädagogische Vorlaufzeit. Das kann schon dauern. Das ist oft die Gretchenfrage: Warten wir ab, bis noch ein mächtiger Nachbar sich meldet? Oder entscheiden wir jetzt, wenn jemand die Rahmenbedingungen liefert", sagt Voßler. Die Entscheidung zu Lenzkirch könnte schnell fallen. "Ich kann mir vorstellen, dass wir für den Standort bis nächsten April eine Entscheidung haben", sagt Voßler.

Autor: Sebastian Wolfrum