Vorreiter beim Einsatz von Bundesfreiwilligen

Klaus Schade

Von Klaus Schade

Mo, 19. März 2018

Ettenheim

FV Ettenheim zeigt anerkannt pfiffige Ideen in der Jugendarbeit / 130 Jugendspieler sind für Verein auch große Herausforderung.

ETTENHEIM (ksc). Gutes Haushalten scheint oberstes Gebot für die Verantwortlichen beim FV Ettenheim. Das zeigte sich bei der Hauptversammlung im Clubheim in allen Geschäftsberichten. Das bedeutet aber nicht reines Verwalten, vielmehr lassen sich die Verantwortlichen in den einzelnen Bereichen immer wieder Neues einfallen, um den Verein attraktiv zu halten. Zudem werden die Besitzstände wie Clubheim oder Platzanlage sorgsam gehegt und gepflegt und immer wieder auf einen zeitgemäßen Stand gebracht, wie die Geschäftsberichte deutlich aufzeigten.

Beeindruckend ist sicherlich die Zahl von 130 Jugendspielern, von denen Jugendleiter Berthold Enderle zu berichten wusste und die den Verein vor immer neue Herausforderungen bezüglich entsprechender Betreuer und Trainer stellt. Neben den Punktspielen in den verschiedenen Altersklassen bilden Füchslecamp mit dem SC Freiburg, Jugendcup und Abschlussfahrten zusätzliche Anreize, wie Jürgen Schrempp aus dem Vorstandsteam zu berichten wusste. Eine hohe Auszeichnung für seine pfiffigen Ideen in der Jugendarbeit erhielt der FVE mit dem Toto-Lotto-Award. Sitzungsleiter Conrad Gast nannte "die Jugendarbeit das Aushängeschild unseres Vereins."

Aktivmannschaft war bestes Rückrundenteam der Liga

In seinem Geschäftsbericht aus dem Vorstandsteam prangerte Andreas Disch die selbst bei Bezirksligisten "teilweise grotesken Formen, mit denen Spieler gewonnen werden sollen", an. "Wir werden das nicht mitmachen", so Dischs klare Botschaft an die Mitglieder. Vielmehr sehe man in verschiedenen Aktivitäten wie beispielsweise der Jahresabschlussfeier in der Stadthalle den richtigen Weg, den FVE für Spieler attraktiv zu machen. Dass man bereits im vierten Jahr am Programm des Bundesfreiwilligendienstes teilnehme, mache den FVE "im südbadischen Fußball zu einem Vorreiter", so Disch.

Auf zwei grundlegend verschiedene Saisonhälften der ersten Mannschaft blickte René Schröter für den Spielausschuss zurück. Zur Halbzeit der Saison 2016/17 noch auf einem Abstiegsplatz stehend, habe man als (zusammen mit Unterharmersbach) bestes Rückrundenteam die Bezirksliga gehalten. Dieses Ziel gab er auch für die laufende Spielzeit aus. Erklärte Zielsetzung sei überdies, den aktuellen Kader auch für die neue Saison zu halten.

Von solidem Arbeiten zeugten auch die Geschäftsberichte von Schriftführerin Sandra Glatting und Finanzchef Peter Schwanz, der Punkt für Punkt Ausgaben und Einnahmen des 460 Mitglieder zählenden Vereins aufschlüsselte. So erschloss sich den Besuchern der Mitgliederversammlung, was Schwanz mit seiner Aussage meinte: "Wir sind gut aufgestellt. Der Verein ist finanziell gesund." Elisabeth Enderle hatte mit Rolf Zähringer die Kasse geprüft. Sie berichtete von einer einwandfreien Kassenführung. Ihrem Vorschlag, das Rechnerteam mit Peter Schwanz, Andreas Disch und Lisa Glatting zu entlasten, erteilte die Versammlung ebenso Zustimmung wie einer Neustruktur der Mitgliedsbeiträge, die Andreas Disch vor- und zur Diskussion stellte.

Enderle, Frick und Oberle 50 Jahre beim FVE

Ehrungen: 50 Jahre Mitgliedschaft: Leo Enderle, Erich Frick und Hermann Oberle. 25 Jahre: Josef Walz. 10 Jahre aktive Mitarbeit in der Vorstandschaft: Christian Ernst, Conrad Gast und Jürgen Schrempp.

Weitere Informationen unter http://www.fv-ettenheim.de