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28. September 2009 10:21 Uhr

Bundestagswahl

Wahlkreis Waldshut: Dörflinger gewinnt, Schwarzelühr-Sutter scheitert

Rita Schwarzelühr-Sutter hat es nicht geschafft: Die SPD-Kandidatin aus dem Wahlkreis Waldshut wird im neuen Bundestag nicht mehr vertreten sein. Einziger Abgeordneter des Wahlkreises ist Thomas Dörflinger von der CDU.

  1. Rita Schwarzelühr-Sutter ist im neuen Bundestag nicht mehr vertreten. Foto: Privat

  2. Der neue und alte Vertreter des Waldshuter Wahlkreises im Bundestag: Thomas Dörflinger, CDU. Foto: Krug

WALDSHUT-TIENGEN. Dörflinger geht nach seinem Erfolg vom Sonntag seine vierte Legislaturperiode. Allerdings muss der 44 Jahre alte Christdemokrat einen Verlust von 5,2 Prozentpunkten hinnehmen. Für ihn sei klar gewesen, dass die Parteien der Großen Koalition "nicht ungeschoren" davonkommen, sagte er. Deshalb sei er mit seinem persönlichen Ergebnis sehr zufrieden.

Schwer frustriert war bereits Sonntagabend Rita Schwarzelühr-Sutter. Die Sozialdemokratin bekam nur noch 28,5 Prozent der abgegeben Erststimmen. Das sind 8,9 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Da sie Platz 16 der Landesliste belegt, war der Wahlabend wie schon vor vier Jahren eine einzige Zitterpartie. Am Montagmorgen stand dann fest: Die Bundestagskarriere der 47-Jährigen ist vorerst vorbei: Das schwache Abschneiden der SPD führt dazu, dass nur die ersten 15 Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste den Einzug ins Parlament schafften.

SPD VERLIERT MEHR ALS 11 PROZENT

Bei den Zweitstimmen ließen die beiden großen Parteien auch im Wahlkreis Waldshut Federn. Fast erdrutschartig sind die Einbußen der SPD, die nur noch 18,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte und damit 11,1 Prozentpunkte abgab. Die CDU verlor im traditionsgemäß schwarzen Wahlkreis 288, dem 50 Städte und Gemeinden angehören, 4,8 Prozentpunkte; liegt mit 36,6 Prozent also noch über dem Bundestrend. Mächtig Aufwind bekam auch im Wahlkreis dagegen die FDP, die mit 18,6 Prozent ein stattliches Plus von 7,8 Prozentpunkten schaffte. Die Linken legten mit insgesamt 6,3 Prozent der abgegeben Zweitstimmen um 3,1 Prozentpunkte zu, die Grünen mit 13,8 Prozent um 2,9.

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Von den knapp 178 000 Wahlberechtigten machten 70,5 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Das sind und 6,7 Prozent weniger als noch vor vier Jahren.

Autor: Elisabeth Willers, Karl Heidegger