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BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 03. April 2018

Waldkirch

DOL äußert sich zum BKK.

WALDKIRCH (BZ). Die Versammlung der Offenen Liste im Gemeinderat Waldkirch (DOL) wiederholte die Forderung, die derzeitige Gesundheitsversorgung im Elztal und Umgebung nicht zu verschlechtern. Die Entscheidung des Kreistags gegen eine Übernahme des Bruder-Klaus-Krankenhauses bezeichnet die DOL als vorschnell. Bevor mögliche Wege versperrt werden, sollte das von der DOL beantragte Gutachten die Situation analysieren – und zwar nicht einzig aus betriebswirtschaftlicher Sicht, sondern auch unter dem Aspekt der gesetzlich verankerten Daseinsvorsorge.

Solange das Waldkircher Krankenhaus noch im Bedarfsplan des Landes enthalten sei, bestehe die Möglichkeit, auch ein kleineres, wohnortnahes Haus im ländlichen Raum zu sichern, findet die DOL. Es gebe "derzeit viele Einschätzungen, Meinungen, Phantasien, die für eine Schließung sprechen, aber wenig seriöse Fakten". Durch gemeinsamen Einsatz von Gemeinden, Kreis, Land und Bund könnte ein Konzept erarbeitet werden, dass "am Menschen orientiert ist und nicht vorrangig an Betriebswirtschaft". Es sei zu hoffen, dass ein eventueller Träger das Krankenhaus übernimmt und die Gesundheitsversorgung im Elztal sichert.

Zur Überbrückung befürwortet die DOL den Antrag der CDU, eine vorübergehende finanzielle Hilfe durch die betroffenen Gemeinde zu leisten. Ein Baustein könne auch die Gründung eines Fördervereins sein, wie die Werbegemeinschaft vorgeschlagen hat. Falls das BKK nicht als Ganzes weiter bestehen bleiben kann, sieht die Offene Liste auch ein Kooperationsmodell für die zukünftige Nutzung des Hauses als realisierbar an: Anschlussbehandlung von Patienten nach einer Operation; Plätze zur Kurzzeitpflege; Therapieplätze der Elzacher BDH-Klinik; 24-Stunden-Notfallambulanz. Weitere Nutzungen sind denkbar.

Zugleich setzt sich die DOL für eine Neugestaltung des Systems der Fallpauschalen zur Berechnung der Krankenhausleistungen ein.