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03. März 2010

Beim Umsteigen nicht im Ungewissen

ICE-Chefs müssen alle Anschlüsse ansagen – auch von Mitbewerbern wie der Breisgau-S-Bahn.

  1. Wer mit Zügen der DB ins Elztal will, ist auf die Ansagen der Anschlüsse in Freiburg angewiesen. Im Winter, wenn man das Auto noch einmal mehr stehenlassen möchte, noch mehr. Foto: Frank Berno Timm

WALDKIRCH/FREIBURG (fbt). Wer mit dem Zug von einer Reise nach Waldkirch zurückkommt, ärgert sich, wenn die Zugchefs der Deutschen Bahn bei der Ankunft in Freiburg die Anschlüsse zur Breisgau-S-Bahn ins Elztal verschweigen.

BSB-Geschäftsführer Hans Gornik erläuterte auf BZ-Anfrage, es gebe nun "eine neue Vereinbarung bezüglich der Kundeninformationen, auch von Anschlüssen im Bahnhof." Ihm sei auch schon aufgefallen, "dass Anschlusszüge der BSB nicht immer vom Zugführer im ICE angesagt werden". Er habe den Eindruck, dass dies vom jeweiligen Zugführer abhänge.

Die Auskunft aus der DB-Zentrale in Berlin ist allerdings eindeutig: Es sei zwingend, dass der Zugchef die Anschlüsse der kommenden fünf bis zehn, manchmal bis 20 Minuten ansage, erklärt ein DB-Sprecher. Die Zugchefs hätten dafür die Datenbank des Reisendeninformationssystems (RIS) dabei. Alle Anschlüsse, also auch die der Mitbewerber – wie die Breisgau-S-Bahn einer für die Deutsche Bahn AG ist – seien nacheinander anzusagen, stellt er klar. Wer sehr viel Bahn fährt, beobachtet, dass die DB im Winter und auch sonst unübersehbar Schwierigkeiten hatte, ihren Verkehr präzise und pünktlich abzuwickeln. Kommt ein Fernzug in Freiburg mit Verspätung an, ist die Frage, wann und wo ein Anschlusszug verkehrt, schon keine Banalität mehr – ganz egal, wem die Züge gehören, die da unterwegs sind.

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Autor: fbt