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10. Februar 2014

Chronisten mit der Videokamera

Der Film-Club Breisgau hat 2013 viel auf den Weg gebracht / Ehrungen langjähriger Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung.

  1. Walter Reichhart, Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg, und Klaus Haberstroh (rechts) ehrten Gerold Giebeler, Edgar Rießle und Richard Ridzewski für ihre jahrzehntelange Mitgliedschaft. Foto: Privat

WALDKIRCH. Zügig verlief die Mitgliederversammlung des Film-Clubs Breisgau. Die Videokamera – das Handwerkszeug der Amateurfilmer – hatte Pause, denn es galt Rückschau zu halten auf das vergangene Vereinsjahr und Ehrungen auszusprechen für langjährige Treue.

Vorsitzender Klaus Haberstroh erinnerte an einige markante Stationen. Der vor einem Jahr neu gewählte Vorstand habe einiges auf den Weg gebracht. Die Kommunikation innerhalb des Vorstandes und zu den Mitgliedern sei insbesondere durch die Nutzung neuer Medien verstärkt worden – Mitglieder ohne Internetanschluss würden aber nicht vom Informationsfluss ausgeschlossen. Sie bekämen eben alles auf herkömmlichem Weg zugestellt.

Der Sommerausflug zusammen mit Mitgliedern des befreundeten Filmclubs in Mulhouse zur Sauschwänzlebahn habe lohnende Filmer-Motive gebracht, wenn auch durch den ständigen Regen die Bilder etwas getrübt seien. Das Raumproblem sei seit Oktober endgültig gelöst.

Der Film-Club Breisgau habe im "Hirschen" in Waldkirch nun seine endgültige Bleibe und konnte dort auch die Vereins-Technik fest installieren. Haberstroh dankte dem Wirt Albrecht Probst dafür ausdrücklich. Im November stellte sich der Verein mit einem "Tag der offenen Blende" der Öffentlichkeit in seinen neuen Räumen vor. Eine Veranstaltung, die als außerordentlich gelungen bezeichnet wurde und großes Interesse fand. Als bleibenden Erfolg nannte der Vorsitzende die Tatsache, dass dadurch auch neue Mitglieder zum Verein gestoßen seien.

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Werner Larsch erstattete den ausführlichen Tätigkeitsbericht und Frank Rudmann den Kassenbericht. Die Kassenprüfer versicherten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Der Verein steht auf solider finanzieller Basis. Einmalige Anschaffungen, wie die neue, große Leinwand, oder auch die öffentliche Veranstaltung erforderten Ausgaben, seien aber für die Zukunft gut angelegtes Geld.

Der zügige Verlauf der Versammlung erlaubte, dass im Anschluss noch ein Film präsentiert werden konnte – wie sollte es auch anders sein bei einem Filmclub. Evelyne Ganter zeigte ihren 1996 entstandenen Film "Waldkirch klingt gut" – ein Portrait über die Orgelstadt Waldkirch. Dieser Film zeigte auch deutlich: Filmer pflegen nicht nur ihre private Liebhaberei. Sie sind auch Chronisten und ein achtzehn Jahre alter Film macht dies vor allem deutlich, wenn so mancher im Film portraitierte Protagonist heute nicht mehr lebt.

Ehrungen: Langjährige Mitglieder beim BDFA (Bundesverband deutscher Film-Autoren) ehrte Walter Reichhart als Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg. Gerold Giebeler und Edgar Rießle gehören dem BDFA seit 50 Jahren und Richard Ridzewski seit 40 Jahren an. Walter Reichhart hob in seinen Grußworten besonders die langjährige Vereinstreue hervor. Gerade in der Vereinszugehörigkeit hätten die Filmer eine Heimat zur Ausübung ihres Hobbys gefunden. Die jahrzehntelange Beschäftigung mit der Filmerei habe auch eine hohe Bereitschaft erfordert, sich mit den ständig ändernden Systemen und Techniken auseinanderzusetzen. Aber die Geehrten hätten nicht nur ihr Hobby für sich persönlich gepflegt. Gerold Giebeler habe viele Jahre im Landesverband an verantwortlicher Stelle gewirkt und übe noch heute im Bundesverband die Funktion als "Obmann des Ehrenrates" aus. Richard Ridzewski war 12 Jahre Vorsitzender des Film-Clubs Breisgau. Weitere Infos im Internet unter http://www.film-club-breisgau.de

Autor: bz