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13. November 2017 10:30 Uhr

Unwetter

Dauereinsatztag für Feuerwehr und THW im Elztal

Eine Menge Einsätze bescherte Dauerregen, in Verbindung mit Sturm und ansteigenden Gewässern den Feuerwehren im Elz- und Simonswäldertal. Die Höchstmarke des Elz-Pegelstandes in Gutach betrug am Sonntag 2,30 Meter.

  1. Hochwasser der Elz Foto: Feuerwehr Waldkirch

  2. Baum auf der B 294 Foto: Feuerwehr Waldkirch

  3. Die Elz steigt über die Ufer Foto: Feuerwehr Waldkirch

  4. Das war knapp Foto: Feuerwehr Waldkirch

  5. Auch im Dunkeln geht der Einsatz weiter Foto: Feuerwehr Waldkirch

  6. Der Weg unter der Galgenbrücke ist überspült. Foto: Feuerwehr Waldkirch

  7. Hochwasser in der Frischnau Foto: Roland Gutjahr

  8. Reißende Ströme in Winden Foto: Markus Häringer

Auch die Gutach brachte bei ihrer Einmündung in die Elz jede Menge Wasser mit und stand gegen 17 Uhr bei 2,10 Metern. Der Altersbach in Waldkirch, sonst nur ein paar Zentimeter hoch, lag zeitweise bei über 80 Zentimetern. Förmlich zusehen konnte man auch, wie der Frischnau-Bach anschwoll: Der Bach hatte stellenweise das ganze Talbett eingenommen, die Frischnau stand kurz vor der Meldung "landunter".

Bach umgeleitet, um Bahn zu schützen

In Winden drohte am Sonntag ein Teil der Trasse der Elztalbahn unterspült zu werden. Durch den örtlichen Bauhof wurde ein Bach, welcher stark angeschwollen war, umgeleitet, indem ihm ein neues Bett gegraben wurde. Hierdurch konnte eine Unterspülung des Bahnkörpers verhindert werden, berichtet die Polizei.

Pegelalarm am Altersbach

Den ganzen Tag über waren die Feuerwehrabteilungen der Stadt Waldkirch in Alarmbereitschaft, nachdem der Pegelalarm am Altersbach in Waldkirch schon am Sonntagmorgen ausgelöst hatte. Deshalb kontrollierte die Feuerwehr nicht nur den Altersbach, sondern auch die bekannten neuralgischen Punkte zusammen mit Mitarbeitern der Technischen Betriebe Waldkirch im Stadtgebiet. Dabei wurden auch gleich umgefallene Verkehrsschilder und Bauzäune aufgerichtet.

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Dammkontrollen in Kollnau und Buchholz

In Kollnau wurde an der Elz eine Dammkontrolle eingerichtet, gleichermaßen am Damm bei Buchholz. Fußgänger- und Radwege im Uferbereich der Elz sowie die Fußgängerbrücke von Buchholz nach Suggental mussten gesperrt werden. Gegen 13 Uhr wurde der Jünglingssteg aus Sicherheitsgründen gesperrt. Einzelne zusätzliche Wassernotmeldungen wurden abgearbeitet. Insgesamt waren 60 Feuerwehrangehörige der Gesamtwehr Waldkirch in die laufenden Einsätze und Präventivmaßnahmen eingebunden, teils vor Ort und teils als Reserve in den Gerätehäusern. Oberbürgermeister Roman Götzmann und Thomas Reger vom Dezernat 3 informierten sich im Laufe des Tages über den Stand der Einsätze und über die von der Feuerwehr getroffenen Präventivmaßnahmen.

Baum auf der B 294

Auf der B 294 zwischen Waldkirch und Denzlingen fiel am Nachmittag ein Baum auf die Schnellstraße, blockierte annähernd die gesamte Fahrbahn und musste weggeräumt werden. Weitere umgestürzte Bäume wurden in Kollnau in der Schlossberg- und in der Geranienstraße gemeldet. Zudem wurden überflutete Abläufe im Bereich Theodor-Heuss-Straße und Lange Straße gemeldet, die gereinigt werden mussten. Präventiv wurde die Sperrung der Innenstadt vorbereitet.

Straße zum Kandel blockiert

In Höhe des Umspannwerkes wurde nach Starkregen am Sonntagnachmittag die Siensbacher Straße überflutet. Gegen Abend stürzten mehrere Äste und Baumteile auf die L 186, unter anderem auf die Fahrbahn bis kurz vor dem Kandelgipfel. Nach der Beräumung durch die Feuerwehr wurde hier die Einsatzstelle an die Straßenmeisterei und die Polizei übergeben, da die steigenden Pegelstände es erforderten, die Präventivmaßnahmen sowie die ständige Dammkontrolle in Kollnau und Buchholz aufrecht zu erhalten. Ab 18.20 Uhr begann die Lage sich endlich etwas zu beruhigen. Die Besetzung der Gerätehäuser konnte aufgrund der nun rückläufigen Pegelstände aufgehoben werden. Nach rund 8,5 Stunden waren die Einsätze der Feuerwehrabteilungen Waldkirch, Kollnau und Buchholz beendet, die unter der Leitung des Stadtkommandanten Christian Klein in den Einsatz eingebundenen Feuerwehrangehörigen zurück zu ihren Familien.

Unterstützung durch DRK und Brauerei

Unterstützt wurden die Waldkircher Feuerwehr und die TBW auch durch die DRK-Ortsvereine Waldkirch und Kollnau, welche die Einsatzkräfte am Nachmittag mit einer warmen Mahlzeit versorgten. Die Hirschen-Brauerei öffnete für die Einsatzkräfte ebenfalls, um mit Mineralwasser, Apfelsaftschorle und Softdrinks zu versorgen. Die Bevölkerung gab überwiegend positive Rückmeldungen – leider gab es allerdings auch wieder Unvernünftige, die die Sperrungen ignorierten und sich so in Gefahr brachten.

Autor: BZ