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09. Februar 2012
Die Kunst des Kläpperns
Sie gibt’s nur in vier Städten / Workshop im Elztalmuseum.
WALDKIRCH (hbl). Die "Kläpperle unter das Kopfkissen legen, das soll auch helfen", führte Martin Frick etwas schmunzelnd in den Kläpperle-Workshop ein. Der Kläpperlegeneral der Narrenzunft Krakeelia und Martin Stocker wollen mit dem Nachmittagskurs die Fasnettradition aufrechterhalten und weitergeben.
Seit 1996 existiert dieser Kurs, so Martin Stocker, in dem die Kläpperle selbst gefertigt und dann gleich mit ihnen geübt wird. Der Schreinermeister hatte einmal mehr die Holzrohlinge vorgefertigt, so dass die 40 Teilnehmer im Studio des Museums gleich loslegen konnten, nachdem er den handwerklichen Teil des Workshops erläutert hatte. So wurde dann eifrig geschliffen und die Kanten ganz fein abgerundet. Um den Kindern und Erwachsenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ging er von Tisch zu Tisch, um ihnen praktische Tipps zu geben.
Zwischendurch ertönten immer wieder Waldkircher Fasnetslieder und auch Fasnachtssprüche, um die Arbeit zu versüßen. Dann kam die Stunde von Kläpperlegeneral Martin Frick, der zusammen mit der ehemaligen Kläpperleprinzessin Anna Groß den zweiten und musikalischen Teil des Workshops übernahm. So wie Stocker nahm auch Frick sich sehr viel Zeit, um in Gruppen, aber auch einzeln in die Geheimnisse der Kläpperlekunst einzuführen. Einfach sei es, aber eigentlich auch nicht. Er demonstrierte, wie die zwei Holzstücke in der Hand sitzen und wie die rhythmischen und kreisenden Bewegungen ausgeführt werden müssen. Die Ansätze waren verheißungsvoll. "Nur noch eine halbe Stunde üben", dann habe er es drauf, so Frick zu einem zufrieden blickenden Erwachsenen.
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Das Kläppern ist in Baden-Württemberg eine echte Seltenheit. Neben Waldkirch ist diese hohe Kunst nur noch in den drei Narrenstädten Gengenbach, Haslach und Radolfzell zuhause. So ist man in Waldkirch besonders stolz und lädt die Kinder und Jugendlichen zum alljährlichen Kläpperlewettbewerb der Narrenzunft Krakeelia ein. Kommenden Mittwoch ist es wieder soweit.
Autor: hbl
