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05. Oktober 2015

Die Nachfrage ist hoch wie nie zuvor

Der städtische Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft legte den Jahresabschluss vor / Tino Störk ist der neue Betriebsleiter.

WALDKIRCH. Der städtische Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft hat dem Gemeinderat seinen Jahresabschluss 2014 vorgelegt. Der Zustimmung dazu stand nichts im Wege, zumal das Unternehmen einen Gewinn von 569 666 Euro erwirtschaftete – das ist der zweitgrößte Gewinn der Wohnungswirtschaft seit Gründung im Jahr 1996. Davon fließen 80 000 Euro an den städtischen Haushalt, der "Rest" wird der Rücklage der Wohnungswirtschaft zugeführt.

Die Wohnungswirtschaft beziffert ihr Anlagevermögen mit 23,4 Millionen Euro – Grundstücke, Wohnungen und Ausstattungen. Der Eigenbetrieb verfügte Ende 2014 über einen Bestand von 553 Wohnungen und zehn Gewerbeeinheiten. Im Jahr 2014 konnten 44 Wohnungen neu vermietet werden (Vorjahr: 37). Davon wurden acht Wohnungen für die Unterbringung von Obdachlosen und Asylbewerbern benötigt. Leerstände ergaben sich aufgrund von beabsichtigten Modernisierungs-, Abbruch- und Instandsetzungsarbeiten. Einige Mieter würden gerne, zum Beispiel in kleinere Wohnungen, wechseln – dem stehe aber der angespannte Wohnungsmarkt und das hohe Mietniveau bei Neuvermietungen entgegen. Aktuell sei die Nachfrage nach Wohnungen bei der Wohnungswirtschaft so hoch wie nie. Fast täglich melden sich Wohnungssuchende bei der Wohungswirtschaft. Im April 2015 waren 383 Bewerber um Wohnungen vorgemerkt, davon suchen 44 eine barrierefreie Wohnung. Die Durchschnittsmiete bei der Wohnungswirtschaft betrage 6,32 Euro pro Quadratmeter (plus Nebenkosten).

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Eigene Bauvorhaben versuchen Wohnungen zu schaffen, beispielsweise in der Hildastraße und Emmendinger Straße. Umgebaut wird außerdem der neue Sitz der Wohnungwirtschaft (Gartenstraße 5) nahe dem Marktplatz, wo sich auch der Fachbereich Kultur/Bildung/Soziales der Stadtverwaltung einmieten wird.

Nach dem Ausscheiden von Martha König, seit Gründung der Wohnungswirtschaft Betriebsleiterin und kürzlich in den Ruhestand gegangen (die BZ berichtete), ist nun ihr vormaliger Stellvertreter Tino Störk neuer Betriebsleiter, der von Anfang an stellvertretender Betriebsleiter war. Er absolvierte eine Ausbildung zum Diplomverwaltungswirt an der Fachhochschule in Kehl und bildete sich berufsbegleitend zum Immobilienfachwirt weiter. Als Ausbildungsbeauftragter Wohnungswirtschaft ist er außerdem für die Betreuung der Azubis zuständig.

Autor: Sylvia Timm