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13. April 2010

Die Windkraft auch am Kandel nutzen

Brief der BI Energiewende.

WALDKIRCH (BZ). Mit einem Offenen Brief an den Oberbürgermeister und die Mitglieder des Technischen Ausschusses (TA) setzt sich die Bürgerinitiative "Energiewende für Waldkirch" vor der heutigen Sitzung des TA für den Ausbau der Windkraftnutzung in Waldkirch und Umgebung ein.

Die Bürgerinitiative habe mit Freude registriert, dass sich der TA in der kommenden Sitzung mit dem Thema Windkraft befassen will. "Unserer Überzeugung nach bietet der Ausbau der Windkraft vor Ort vielfältige Chancen: eine drastische Erhöhung der umweltschonenden Eigenstromproduktion, zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen und Investitionsmöglichkeiten für Bürger in risikoarme Sachwerte", schreibt Wolfgang Schäfer.

Die BI bringt im Offenen Brief ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass der Ausschuss eine positive Grundeinstellung zur Windkraft zum Ausdruck bringen möge. Im Augenblick flexibilisieren Land und Regionalverbände zunehmend ihre bisher restriktive Genehmigungspraxis, da offenbar die große Bedeutung der Windenergie für den Klimaschutz und ihr wirtschaftliches Potenzial erkannt wurde: Pro investiertem Euro produziere ein Windrad etwa fünfmal so viel Strom wie eine Photovoltaikanlage.

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"Nach den uns vorliegenden Informationen wird der derzeit gültige Regionalplan spätestens im Jahr 2011 überarbeitet", schreibt die BI weiter.

Koordiniertes Vorgehen mit Nachbargemeinden

Wegen der gewünschten Ausweitung der Windenergienutzung im Rahmen des Landes-Energiekonzepts 2020 sei dabei mit der Ausweisung neuer Vorranggebiete zu rechnen. "Deshalb erscheint es aus unserer Sicht sinnvoll, auf Gemeindeebene intern schon im Jahr 2010 interessante Standorte zu identifizieren und Vorschläge für den Regionalverband vorzubereiten." Ein koordiniertes Vorgehen der Verwaltungsgemeinschaft Waldkirch-Gutach-Simonswald ist aus Sicht der BI anzustreben. Neben den Standortvorschlägen des Regiowind-Geschäftsführers Andreas Markowsky für die vom Kandel abfallenden Höhenzüge kommt laut BI eventuell ein Standort in Gutach-Oberspitzenbach in Betracht. Dieser potenzielle Standort liegt nur etwa 500 Meter nördlich des Windrads Schillingerberg.

Bürgermeister Urban Singler hat bereits beim Regionalverband das Interesse der Gemeinde Gutach an einer Genehmigung dieses Standorts bekundet. Auch in Simonswald kam im Februar bei einer von etwa 50 Personen besuchten Veranstaltung der dortigen Ökologischen Liste und des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes ein starkes Interesse an der Windenergie zum Ausdruck. "Aufgrund der oben geschilderten Sachverhalte möchten wir anregen, dass der TA beschließen möge, die Verwaltung mit einer internen Vorauswahl von geeigneten Standorten und der Ausarbeitung eines abgestimmten Vorgehens mit Gutach und Simonswald zu beauftragen", schreibt die BI in ihrem Offenen Brief. Dies soll ermöglichen, dass die Stadt Waldkirch und die Verwaltungsgemeinschaft dem Regionalverband zeitnah ein schlüssiges Konzept vorlegen können.

Autor: bz