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19. Januar 2012

Dimensionen in Glas

"Einsichten – Durchsichten" mit Ulrike Kaltenbach aus Waldkirch / Ausstellung in Bötzingen.

BÖTZINGEN/WALDKIRCH (BZ). Vor fast 300 geladenen Gästen wurde im BMW-Autohaus Märtin in Bötzingen die 16. Kunstausstellung eröffnet. Diesmal stellt die Künstlerin Ulrike Kaltenbach, zurzeit in Waldkirch beheimatet, aus.

Unter dem Slogan "Faszination Technik – Erlebnis Kultur" engagiert sich Familie Märtin seit Jahren und gibt immer wieder Künstlern und Künstlerinnen hauptsächlich aus der Regio eine Plattform. Gleichzeitig steht der Benefizgedanke dieser Vernissage auch im Vordergrund. So werden dieses Jahr die Einnahmen aus Speisen und Getränken für die "Sommerschule", die durch die Frauen des Kiwanis- Clubs Emmendingen unterstützt wird, gespendet.

"Die Kunst kann nicht ohne die Wirtschaft, aber umgekehrt auch nicht die Wirtschaft ohne die Kunst leben", so sagt Hansjörg Märtin in seiner Ansprache und erklärt somit auch seine langjährige Begeisterung für diese Veranstaltung, die im zweijährigen Turnus stattfindet.

Ulrike Kaltenbach zeigt 40 Arbeiten mit dem Hauptwerkstoff Glas, immer spannend verbunden mit anderen Materialien wie Holz, Metall und Blei. Die Themen Transparenz und Verdichtung bilden eine Polarität, die nur im Glas ihren Ausdruck findet – Glas, das nie kaputt geht, sondern nur kleiner wird! Kein anderes Material biete so viele gestalterische Möglichkeiten. Durch seine Transparenz gebe es die Öffnung zur dritten Dimension frei. Licht, Farbe und Oberflächenstrukturen verwandeln das Material zu Edelsteinen und ziehen den Betrachter in seinen Bann. Diese magische Anziehung des Materials setzt die Künstlerin gekonnt um, sagt Hansjörg Märtin. Rostiger Stahl, oxidierte und verfärbte Bleilappen und Hölzer, die eine bewegte Geschichte hinter sich haben, bieten den notwendigen Kontrast zu Glanz, Farbe und Transparenz. Im immer werdenden Prozess lässt sich die Künstlerin auf das Spannungsfeld ein, greift das Material neu auf, wandelt es in seiner Ursprungsform um, bildet Schichten und schmilzt sie zu einer neuen Komposition zusammen. So formt sie das Glas fast wie eine Damaszenerklinge zu neuen Strukturen und bringt ihre Einzigartigkeit damit noch mehr in den Vordergrund. Stimmungsvoll beleuchtet und in Szene gesetzt in der Dunkelheit kann man ahnen wie spannend und unterschiedlich durch das Licht die Werke am Tag wirken. Die Vielschichtigkeit der Kunstwerke wird durch unterschiedlichen Lichteinfall spürbar.

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Info: Ulrike Kaltenbach führt am Dienstag, 24. Januar, um 12.30 Uhr durch die Ausstellung. Interessierte können sich gerne anmelden unter info@ulrike-kaltenbach.de oder Tel. 07681/4948703. Gerne kann man auch eine private Führung vereinbaren. Geöffnet ist die Ausstellung bis 19. Februar, jeweils von 9 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr.

Autor: bz