Einfach gemeinsam Spielen und Spaß haben

Helmut Rothermel

Von Helmut Rothermel

Di, 06. Oktober 2015

Waldkirch

Mal was anderes als Smartphone und Computerspiele: Viele Teilnehmer machten eifrig beim Aktionstag "Waldkirch spielt" am Sonntag mit.

WALDKIRCH. Am Sonntagnachmittag fand auf verschiedenen Plätzen in der Stadt wieder die sehr beliebte Aktion "Waldkirch spielt" statt. Eingeladen hatten die Inklusionsstelle der Stadt, die AWO Waldkirch, das DRK und Jugendrotkreuz Kollnau, der Stadtseniorenrat, der St. Vinzenz Kindergarten, der Verein "Hoffnung für Kinder", das Rote Haus und das Haus der Jugend.

Nachdem es morgens noch geregnet hatte, musste man schon befürchten, dass der Tag mit seinen größtenteils im Freien stattfindenden Angeboten buchstäblich ins Wasser fallen würde. Doch dann zeigte sich die Sonne und bei herrlichem Herbstwetter fanden sich viele große und kleine Spielefreunde ein.

Geboten wurde ihnen ein äußerst vielseitiges Programm mit Geschicklichkeits- und Wasserspielen, Spielen zum Selbermachen, Schminken und vielem mehr. Das Besondere: Gespielt wurde gemeinsam und zwar nicht "virtuell", sondern "echt". Während auf ihrem Smartphone herumhackende und Selfies schießende Kinder und Jugendliche inzwischen zum alltäglichen Bild in der Stadt gehören und Stubenhocker sich stundenlang einsam mit diversen Computerspielen abgeben, setzen die Veranstalter mit ihrer Aktion eine erfrischenden, zeitgemäßen und gar nicht gestrigen Kontrapunkt. Es zeigte sich, dass auch Spiele, die schon hundert Jahre auf dem Buckel haben, riesigen Spaß machen. So hatte das DRK auf dem Marktplatz einen Tisch zum Dosenwerfen aufgestellt und wenn das runde Blech nach einem gut gezielten Schuss laut scheppernd auf den Boden krachte, gab es ein lautes Hallo. Nebenan hatte der Verein "Hoffnung für Kinder im Elztal und Seitentälern"" eine richtige Schleuderkonstruktion aufgebaut, mit der Wasserbomben geworfen wurden, die der Gegner mit einem Eimer aufzufangen suchte. Dabei gab es manch erfrischende Abkühlung. Ebenfalls auf dem Marktplatz gab es Kinderschminken, Henna-Tatoos und kreatives Basteln, angeboten vom Haus der Jugend und dem Roten Haus. Am Stand der städtischen Inklusionsstelle konnten Motive für selbstgestaltete Buttons entworfen und anschließend auf leere Plaketten gepresst werden. Im nahen St. Vinzenz-Kindergarten wurde unter anderem mit Tellern jongliert. Ganz schön schwierig war dort auch das Angeln von metallenen Fischen aus dem Sandkasten. Angeboten wurden auch verschiedene Brett- und Kartenspiele. Als am Spätnachmittag zusammengeräumt wurde, waren sich viele begeisterte Teilnehmer einig: "Nächstes Jahr kommen wir wieder!".