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08. Februar 2010 12:04 Uhr

Erdbebenhilfe

Fast 6000 Euro für die Hilfe in Haiti

Ein Benefizkonzert in Waldkirch-Buchholz zugunsten der Unterstützung der Erdbebenopfer in Haiti erbrachte am Sonntagnachmittag einen Erlös von rund 5800 Euro.

  1. Benefizkonzert in St. Pankratius Buchholz. Foto: Eberhard Weiß

WALDKIRCH. Die weltweit nach der furchtbaren Erbebenkatastrophe anlaufende Hilfe für Haiti regten Susanne Ganter und Christian Ringwald in Buchholz zu Überlegungen an, wie man mithelfen könne, die Not der Menschen zu lindern. So entstand die Idee eines Benefizkonzertes. Innerhalb weniger Stunden hatten viele Musikerinnen und Musiker zugesagt, ohne jegliche Gage aufzutreten. Mit Unterstützung der Medien, insbesondere auch der BZ, konnte das Benefizkonzert bekannt gemacht werden und am Sonntagabend gab es in der Pfarrkirche St.Pankratius in Buchholz keinen freien Platz mehr.

Musik genießen und gleichzeitig helfen

Zum Motto "Musik genießen und gleichzeitig helfen" hatten die Mitwirkenden Perlen aus ihrem Repertoire angeboten, so das ein abwechslungsreiches Konzert voll schöner, oftmals bekannter Melodien von Johann Sebastian Bach bis Wolfgang Amadeus Mozart, von Antonin Dvorak, Georg Friedrich Händel bis Engelbert Humperdinck erklangen. Dazwischen erklangen aber auch unbekanntere Melodien von James Last, Edward Krok oder Jean Francois.

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Der Auftakt blieb den "Sax Päk" mit Ruth Blum (Sopran-Saxophon), Peter Riese (Alt-Saxophon und Arrangements), Christoph Breithack (Tenor- Saxophon) und Michel Oldenkamp (Bariton-Saxophon) mit "Air" von Johann Sebastian Bach, dem herrlichen "Amazing Green", und "An Englishmen in New York" vorbehalten.

Jürgen Schultis, Panflöte, und Christian Jägle, Piano, hatten sich zunächst "Panträume" des Oberschlesiers Edward Kroks, mit denen er bei einer ZDF-Hitparade brillierte, und den "einsamen Hirten von James Last", sowie später beim zweiten Auftritt Ally Mc Broom "The Rose" und das vor allem durch Frank Sinatra weltbekannt gewordene "My Way" zu ihren Vorträgen ausgesucht.

Professionell dargebotene Titel

Das "Da Capo Klarinettenensemble" mit Susanne Ganter, Christina Gommel, Jasmin Brückner, Karin Fechtali und Andrea Moser spielte ein attraktives "Caprice for Clarinetes" von Clare Grundmann und begleitete die Sopranistin Sabine Zwißler, die die "Kavatine der Gräfin" aus Mozarts "Hochzeit des Figaro" sang. Großartig. Mit Antonin Dvoraks" Slawischer Tanz Nr.6" und einer "Bagatelle" von Clare Grundmann begeisterten die Klarinettistinnen das Publikum bei einem weiteren Auftritt.

Mit zwei Sätzen, dem Moderato und dem Capriccio" aus dem Streichtrio op. 75, erklang, diesmal gespielt von Mara und Bernd Zickgraf, Violine, und Sarina Zickgraf, Viola, wiederum Musik von Antonin Dvorak. Es folgte das Streichtrio das auf dem Präludium Nr. 1 in C-Dur aus Johann Sebastian Bachs "Wohltemperiertem Klavier" von Charles Gounod aufbauende "Ave Maria". Mit John Williams Fantasie über die Violinmeditation "Schindlers Liste" stellten sich die beiden Schwestern dem Publikum im zweiten Teil vor.

Sabine Pander und der Pop- und Jazzchor Denzlingen gefiel mit neuer amerikanischer Vokalliteratur wie "Basin Street Blues", "I will", "Proud Mary" oder "Something stupid".

Die Arie "Ombra mai fù", das berühmte Liebeslied aus Georg Friedrich Händels Oper "Xerxes", war einer Höhepunkte des Abends. Begleitet von Ulrich Reinhardt, dem Organisten von St. Josef in Kollnau an der Buchholzer Kirchenorgel, sang Sabine Zwißler mit innigem Sopran. Es folgte das vor allem von Frank Sinatra bekannt gemachte "Over the rainbow" aus "The Wizard von Oz" von Harold Arlen und schließlich noch einmal Bach-Gounods "Ave Maria", jetzt gesungen von Sabine Zwißler und gespielt von Ulrich Reinhardt.

Dank an die Organisatoren

"Nehmt Abschied, Brüder" intonierten – in zwei Variationen – die "Sax Päck", bevor Sabine Zwißler, die auch den Abend moderiert hatte, und Ulrich Reinhardt mit Engelbert Humperdincks "Abendsegen" aus "Hänsel und Gretel" den musikalischen Schlusspunkt unter einen, wie Christian Ringwald in seinen Dankesworten an die Künstler sagte, wundervollen Abend mit einem ergreifenden Konzert, wenn auch der Grund ein trauriger gewesen sei. Den Dank an die Organisatoren, Christian Ringwald und Susanne Ganter, übermittelte Ortsvorsteherin Fränzi Kleeb. Beim Verlassen des Saales spendeten die Besucher mehr als 5800 Euro.

Autor: Eberhard Weiß