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06. August 2011

GANZ NEBENBEI: Nicht amtlich

Eine Düsseldorfer Firma versucht derzeit in Waldkirch Gewerbeeinträge für eine Internetpräsenz zu akquirieren, indem Selbstständigen recht amtlich aussehende Schreiben zugeschickt werden. Darin werden die Betriebe zur Korrektur ihrer Daten aufgefordert – die die Düsseldorfer von irgendwoher genommen haben, aber nicht aus ihren eigenen Stammdaten. Wer darauf nicht reagiert, bekommt zwei Wochen später eine schriftliche Erinnerung. In Kleingedruckten ist auf der Vorderseite des Schreibens dann zu lesen, dass der "Marketingbeitrag" für den Eintrag knapp 40 Euro pro Jahr kostet. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf der Rückseite kann man dann nachlesen, dass die Eintragung im Portal damit aber nicht abgegolten ist, sondern weitere 478,20 Euro im Jahr zuzüglich Umsatzsteuer fällig sind – für die Mindestvertragslaufzeit über zwei Jahre 956,40 Euro plus Umsatzsteuer – um tatsächlich auf der angegebenen Internetseite zu erscheinen. Insbesondere dass das Schreiben in einem sehr offiziell gehaltenen Aussehen daherkommt, sorgte im Elztal für Verärgerung. "Ich wette, da fallen bestimmt viele drauf rein", sagte Luigi Bellina aus Waldkirch.

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Defi für Schulen?

In die selbe Schublade fällt das Angebot einer Berliner Firma an Elztäler Schulen, über Werbefinanzierung die Anschaffung eines Defibrillators (Schockgeber bei Herzstillstand) für Schulen zu ermöglichen. "Jährlich sterben in Deutschland mehr als 100 000 Menschen am plötzlichen Herztod – damit sterben über 12-mal mehr Menschen am Herztod als im Straßenverkehr tödlich verunglücken", heißt es auf der Internetpräsenz der Firma: "Wir unterstützen Ihre Institution mit einem kostenlosen Defibrillator inklusive aller notwendigen Wartungen im Rundum-Sorglos-Paket." Sinnvoll ist, sich vor solch einem Angebot schlau zu machen über Erfahrungen anderer mit diesem Sponsoring. Dafür reicht in diesem Falle ebenfalls der Internetanschluss. Neben einigen positiven Erfahrungsberichten informieren sehr viel mehr Einträge darüber, dass die Einnahmen aus dem Sponsoring die Anschaffungskosten eines handelsüblichen Defibrillators bei weitem übertreffen. Der Gewerbeverein Elzach riet seinen Mitgliedern daher dieser Tage von einer Beteiligung an dieser Aktion ab.

Naturbad adé

Die IG Bad ist froh darüber, dass sich die Marschrichtung zum Thema "Naturbad" in Waldkirch durch den kürzlich erfolgten Beschluss im Gemeinderat Waldkirch geändert hat. Seit Jahren hält Hermann Kahle Kontakt zu Einwohnern aus Gemeinden mit "Naturbad". Demnach wird in Mülheim-Styrum inzwischen die Schließung des Bades offen diskutiert. Dieses Bad hatte auch bei den Teilnehmern einer "Bäderfahrt" mit Vertretern aus Verwaltung und Gemeinderat einen schlechten Eindruck hinterlassen. Mögliche Folgeeinrichtung könnte ein Jugendfreizeitpark sein; die Schwimmbecken würden dann zugeschüttet. Die Millionen für den Neubau wären dann im wahrsten Sinne des Wortes vergraben worden.

Autor: bz