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29. März 2010

Mit französischer Skala

Achim Schneider baut neue Drehorgel mit Kartonnoten.

WALDKIRCH (fbt). Ab und an in der Werkstatt von Achim Schneider vorbeizuschauen, lohnt sich. Der Orgelbauer berichtet nicht nur, dass er sich mit seinen Serinetten inzwischen gut etablieren konnte – gerade sei wieder ein Auftrag zur Reparatur eines solchen Instruments eingegangen – sondern Schneider kann auch vermelden, dass seit 2009 Orgelbau "zwei Drittel des Geschäfts ausmacht".

Gerade ist ein Drehorgel-Neubau in Arbeit: Schneider misst aus, wie groß die Pfeifen sein müssen, die im so genannten Stock Platz finden, das stattliche Instrument ist schon in den ersten Umrissen erkennbar. Schneider hat die Orgel auch selbst konstruiert. Es werde sich in zweierlei Hinsicht von deutschen Drehorgeln unterscheiden, erklärt er. Jene verfügten meistens über 20 Töne, sein Instrument werde die französische Tonskala mit 27 Tönen nutzen, "da hat man mehr Möglichkeiten". Auch die Kartonnoten sind ungewöhnlich, genau so wie die pneumatische Ansteuerung der Register.

Achim Schneider betreibt seinen Laden in der Lange-Straße "Orgel & Spiel" jetzt ein Jahr. Er wirkt nicht unzufrieden, hat auch schon diesen und jenen Auftrag für seine Werkstatt dort gewinnen können. "Anziehen", meint er, "kann es aber durchaus noch etwas".

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Autor: fbt